Klappe zu – Musik an!

Zugegeben: zurzeit komme ich nicht wirklich oft zum Entspannen. Vor kurzem habe ich sogar ein interessantes Streitgespräch mit Max über dieses Thema geführt, woraufhin wir uns trotzdem nicht einigen konnten. Er hält es schlichtweg für faul sich ein paar Stunden in irgendeine Ecke zu verkriechen und einmal “nichts” zu tun. Ich bin da aber ganz anderer Meinung – hier meine Eigenarten in Sachen “Wo, wie und wann entspannst du (warum, wieso weshalb)?”:

Grund für meinen folgenden Seelenstriptease ist übrigens die erste Blogparade von Bastie und Silke verantwortlich. So, dann fange ich mal mit dem aktuellsten Beispiel an: im Selbstversuch habe ich heute nämlich eindeutig festgestellt: im Physikunterricht entspannen (besser gesagt schlafen) ist unmöglich. Der Lehrer unterbricht die Ruhe einfach immer mit seinen lauten Experimenten. Ich hatte mir ja eigentlich gute Chancen ausgerechnet dort einpennen zu können, weil dieser Lehrer eine ziemlich ruhige Stimme und ein einschläferndes Sprechtempo hat. Da ist aber leider nix drauß geworden. Verflucht sei die Elektrizitätslehre! .wein

Aber mal im ernst: wenn ich einen stressigen Tag hatte (gelegentlich kommt es auch vor, dass die Nacht ebenfalls stressig ist), dann schmeiße ich mich auf irgendein Sofa hier im Haus oder lege mich aufs Bett in meinem Zimmer. Alle Dinge, die klingeln, piepsen oder bellen könnten, werden abgeschaltet und ausgesperrt und dann nehme ich mir entweder ein gutes Buch zur Hand oder werfe meinen iPod an.

Gelegentlich soll es auch schon passiert sein, dass ich während dem Lesen eingeschlafen bin, aber das halte ich für ein Gerücht. *ggg*

Was auch gut hilft ist ein Tag in der Natur. Einfach mal eine Decke in den Rucksack packen, sich eine schöne große Wiese aussuchen und auf ihr die lächelnde Sonne genißen. Harr, wundertoll! Aber darüber brauche ich mir eigentlich gar keine Gedanken zu machen – ich habe ja genug zutun, was mich vom Entspannen abhält. *g*

Bis bald. Tschöö.

Was tust du da??

Ich komm’ mir langsam wie ein Alien vor. Und dabei habe ich gar nichts schlimmes getan, sondern einfach nur … ja nix gemacht halt, nech!? (Keine Angst, ich werde nicht gemobbt.) Ich gebe ja zu, dass ich in letzter Zeit des öfteren mit einem Buch in der Hand anzutreffen bin, denn immer, wenn mir in der Schule langweilig ist (vorzugsweise in den großen Pausen), greife ich zur Lektüre und vertreibe mir so meine Zeit.

Kurz vor Unterrichtsbeginn kam heute meine Banknachbarin Frau L. zu mir und begrüßte mich mit den Worten: “Was?! Du liest ein Buch? Freiwillig?” Ja ne, ich werde gezwungen diesen Roman zu lesen, ansonsten werde ich morgen von einem Hochhaus geschtubst – klar lese ich das freiwillig, oder ist das so unverständlich, dass Lesen Spaß machen kann? Am liebsten hätte ich Frau L. in diesem Moment von einem Hochhaus gestubst, aber stattdessen hatte ich einen fünfminütigen Grinsanfall, bis ich schlussendlich einen Krampf bekommen habe und meine Grinsetour unterbrechen musste.

Soviel zum Thema Leistungskurs Deutsch. Ich lese übrigens gerade: “Hugh Laurie – Bockmist”. Schocke deine Eltern – lese ein Buch! Bis bald. Tschöö.

“Extrem laut und unglaublich nah”

Huhu, nach meinem ersten Buchtipp, folgt heute & hier & jetzt der zweite. Es geht um den Wälzer “Extrem laut und unglaublich nah” von Jonathan Safran Foer – ein “literarisches Wunderkind” sagt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Davon musste ich mich natürlich selbst überzeugen und habe mir diesen Roman binnen kürzester Zeit reingezogen.

Die Geschichte handelt von der kleinen Nervensäge Oskar Blum. Dieser kann mit seinen neun Jahren bereits eine Visitenkarte vorlegen, auf der er sich als Erfinder, Schmuckdesigner und Tamburinspieler ausweist – doch hinter den aberwitzigen Vorkommnissen, die das Buch beschreibt, steht ein ernster Hintergrund. Oskar möchte alles von dem Tag erfahren, an dem sein Vater gestorben ist.

Von seinem Tamburin begleitet, spielt er in ganz New York Detektiv und versucht alle Details des 11. Septembers zu erforschen – Wer hat ihn das letzte Mal gesehen? Wieso war er an diesem Tag ausgerechnet im World Trade Center? Hat er versucht sich zu retten? Ob er alle diese Fragen am Ende beantworten kann verrate ich natürlich an dieser Stelle nicht :-D

Meiner Meinung nach ein sehr humor- und gefühlvolles Buch, welches ich nur wärmstens weiterempfehlen kann. Einige Zeugen können sogar beweisen, dass mich dieses Buch bis in die Schulpausen verfolgt und förmlich gezwungen hat vor dem Stundenklingeln noch ein paar Seiten zu lesen. Doch bevor ich hier weiter ausschweife: Lest es doch mal selbst :-P

Bis bald. Tschöö.

Buchtipp: “Der dritte Zwilling”

Hallo, heute möchte ich euch einen Roman von Ken Follett vorstellen, der auch weitere interessante Bücher, wie “Die Nadel”, “Die Säulen der Erde” oder “Das zweite Gedächtnis” geschrieben hat. Heute geht es aber um sein (ich nenne es mal) Meisterwerk “Der dritte Zwilling”.

Dr. Jeannie Ferrami, eine gutaussehende, junge Professorin beschäftigt sich mit Genforschung, insbesondere bei Zwillingen. Während sie eine Datenbank durchsucht findet sie ein Pärchen, das sich komplett ähnelt. Der eine, Steve – Jurastudent, ist eine liebenswerte Person, die sich in ihr Herz geschossen hat, und der andere ist ein verurteilter Mörder, der bereits im Gefängnis sitzt. Eines Tages wird Jeannie’s Freundin Lisa vergewaltigt und Steve anhand seiner DNA eindeutig als Täter identifiziert.

Nach vielen Anforschungen findet Jeannie jedoch herraus, dass es mindestens einen weiteren “Zwilling” geben muss. Schlussendlich deckt sie auf, dass das Projekt “Genetico” – unter anderem geführt vom Universitätleiter Berington Jones – in den 90er Jahren künstliche Ei- und Spermazellen erschaffen und sie willkürlich in unwissende Frauen eingesetzt haben, mit dem Vorwand eine Schwangerschaftsuntersuchung durchzuführen. Hintergedanke war das Erschaffen eines reinen Amerikaners.

So konnten völlig identische Klone entstehen, die unabhängig voneinander aufwuchsen. Im Laufe der Zeit jedoch nahmen sie – aufgrund der Erziehung der Eltern – andere charakteristische Züge an. Das ist der Grund, warum einige von ihnen Karriere machten und der andere Teil der Klone der Kriminalität verfiel.

Der Roman hat spannende, humorvolle, erotische und traurige Teile, die einen schon nach den ersten Seiten mitreißen und kaum loslassen.

Die 542 Seiten (Taschenbuchversion) habe ich übrigens in 4 Tagen durchgelesen und das spricht wohl dafür, dass das Buch sehr gut sein muss, angesichts dessen, das ich sonst kaum Bücher lese. Deshalb von mir ein klarer Tipp für den nächsten Einkauf im Büchergeschäft: Ken Follett – “Der dritte Zwilling”.