Island – Tag 2 & 3

Sorry, Freunde. Island ist einfach so unfassbar schön, dass ich gar keine Zeit zum bloggen finde vor lauter Umherguckerei.

Dabei war der Tag gestern gar nicht mal sooooo anstrengend ehrlich gesagt. Nachdem wir eine Runde durch Reykjavik gedreht sind, entflohen wir dem nasskalten und windigen Wetter, indem wir uns ein kleines, süßes Schwimmbad gesucht haben. Diese gibt es hier in Island traditionell zuhauf. Warme Quellen und so. Die warmen Pools befinden sich natürlich outside, oh yeah!

Das praktische daran war, dass dieses Bad in der unmittelbaren Nähe zur Uni erbaut wurde und wir so – sagen wir mal – viel zu gucken hatten. Das Klientel war manchmal doch sehr ansehnlich. Oder um es mit Hendrik zu sagen: „Vielleicht sehen wir den Typen mit dem Penis ja nochmal wieder.“ (Er war wirklich riesig. Der Penis.)

In der Hot Tube liegend stellte ich mir vor, wie es wohl früher gewesen sein muss, als Menschen nackt überleben mussten anstatt sich – so wie wir in diesem Moment – in einem 40 Grad warmen Pool ihre Spermien totkochen zu lassen. Was für 1 life.

Den Abend verbrachten wir mit unserem Gastgebern zuhause. Die zwei sind Typen von der Sorte „ich habe in jedem Land einen Freund und kann dir zu allem eine Geschichte erzählen“. Kosmopoliten, Weltenbummler. Ihr Englisch war so perfekt, dass wir uns ständig wie Viertklässler fühlten, die gerade die englische Satzstellung gelernt haben.

Im Laufe des Abends (so nach dem ersten oder zweiten Bier, das weiß niemand mehr so genau) kamen sogar noch Nachbarn und Freunde rum. Talkten ein bisschen mit uns. Und verschwanden wieder.

Sinnlose Nebeninfo: wir fanden unsere beiden isländischen Kosmopogays später auch noch auf Planetromeo. Der eine steht auf Socken & Leder, der andere auf Windeln. Naja okay, jedem das seine.

Heute ging es dann, nachdem wir uns von unseren beiden schwulen Hosts verabschiedet hatten, das erste Mal ins Landesinnere. Freunde … man kann es weder in Worte noch in Bilder fassen. Dieses Land ist einfach so unfassbar schön! Nicht mal schlechtes Wetter kann einem die Stimmung trüben. Und spontane Wetterveränderungen gibt es hier gefühlt einmal pro Stunde.

Unsere Unterkunft für kommenden beiden Tagen liegt mitten im Nirgendwo. Leider kann ich euch an dieser Stelle keine Fotos zeigen, weil es im Nirgendwo halt kein gescheites Internet gibt. Ich empfehle meine Instagram-Stories. Ebenso kann ich euch keine Bilder vom wunderschönen Nationalpark, dem gefrorenen Wasserfall, der idyllischen Lagune und die wunderschönen Pärchenfotos zeigen, die heute alle entstanden sind. Aber wie gesagt, schaut doch gerne mal auf meinem IG-Profil vorbei, ihr Stalker!

Ach komm, ein Bild geht doch noch, um euch wenigstens ein bisschen neidisch zu machen. 😁 (Der Upload hat schlappe 15 Minuten und 4 Anläufe gebraucht.)

Bis bald. Tschöö.

Island – Tag 1

Hallo und góðan daginn aus der wunderschönen Landeshauptstadt Reykjavik.

Endlich haben wir wieder Urlaub! Für diese freien Tage, die wir uns echt verdient haben, geht es ins (jetzt schon für wunderschön befundene) Island. Und dabei haben wir noch gar nicht so viel gesehen. Schon alleine die Fahrt vom Flughafen in die Stadt war ein einziger Wow-Effekt.

Erste Erkenntnisse:

  • Iceland heißt nicht umsonst so
  • Alles hier ist so modern und neu und durchdacht!!
  • Diesmal kommen wir aus einem Niedriglohnland, statt in einem Urlaub zu machen.
  • Die Isländer haben echt Stil, was Innenarchitektur angeht.

Unterschlupf haben wir in Reykjavik bei einem schwulen Pärchen gefunden. Heute werden wir noch hier bleiben, doch morgen geht es mit dem Mietwagen schon wieder weiter ins Landesinnere. Tatsächlich ist Reykjavik so klein und niedlich, dass man es in zwei Tagen durchgespielt und dafür mehr Zeit für die atemberaubende Landschaft hat, die Island ohne wenn und aber zu bieten hat.

Zufälligerweise war gestern der letzte Tag vom Winter Lights Festival. Überall in der Stadt waren Gebäude, Wohnungen und sogar Bäume mit bunten Lichtinstallationen bestückt und die sonst schon so niedliche Stadt hat noch zusätzlich an Zauber gewonnen.

Die „Harpa“, zum Beispiel, ist ein mächtiges Gebäude mit einer riesigen Glasfassade. In dieser Glasfassade sind Lichter integriert, die zum Festival live digital angesteuert werden konnten. Auf dem Vorplatz der Halle war dazu ein Bus installiert worden, indem sich zwei Joysticks und einige Buttons befanden. So wurde dieses öffentliche Gebäude für ein Wochenende zu einem riesigen leuchtenden Instrument. Denn jede Lichtkombination erzeugte durch einen Synthesizer seinen ganz eigenen Sound. Komponisten waren die Besucher, auch wir haben es mal ausprobiert. War schon lustig!

Nach unserem Spaziergang durch die Stadt und dem farbenfrohen Lichterfest ging es in die (offiziell einzige) Schwulenbar der Stadt mit dem Namen „Kiki„. Dieser kleine, aber total charmante Club hat es in sich. Schon lange, habe ich eine so kleine Menge an Leuten nicht mehr so hart eskalieren sehen. Die Drag-Show hat wirklich Spaß gemacht. Keinen Spaß machen jedoch die Preise hier. Der Cocktail des Abends (Fruity, Fruity, Fruity!!) hat 1800 Isländische Kronen, also umgerechnet rund 15 Euro gekostet. Alkohol (und auswärts essen gehen ……. und überhaupt alles 😭) lässt man sich in Island einiges kosten. Der ein oder andere Online-Reiseführer empfiehlt sogar sich vorab im Dutyfree-Shop, beispielsweise an den Flughäfen, mit Alkohol einzudecken.

Heute werden wir uns die Stadt bei Tag noch etwas genauer erkunden. Und hoffentlich nichts shoppen. Im Ernst. Aleks tu’s nicht! In Liebe, dein Bankkonto.

Bis bald. Tschöö.

Wie läuft’s in der Liebe?

Ich weiß es doch ganz genau. Die meisten lesen diesen Blog, um den ganzen Homo-Kram nicht zu verpassen. Solche Artikel, wie der letzte, in denen es um irgendwelchen politischen Käse geht, sind da eher leserreduzierend, I know. Verzeiht mir mein diesbezügliches Mitteilungsbedürfnis und scrollt euch einfach zu dem Content weiter, der euch zusagt. Ich finde es nur einfach zurzeit wichtig Haltung zu zeigen und der ein oder andere Meinungsblogartikel muss da schon sein.

Dieses Bild ist die Antwort auf die im Titel gestellte Frage. :) Seit über einem Jahr bin ich nun mit meinem Schatz zusammen. Schon nach kurzer Zeit wussten wir, dass es richtig ist zusammenzuziehen und was soll ich sagen: besser kann mein Leben seither nicht sein.

Kurz und knapp. Und glücklich.

Bis bald. Tschöö.

„Konservative“ Politik. Aha.

Am Montag fand in Leipzig die so genannte „Blaue Runde in Sachsen mit Dr. Frauke Petry“ statt. Mit einem Sack voller kritischer Fragen nahm ich mir vor in der Veranstaltung mit dem wunderschönen Titel „Migrationspakt – die tickende Zeitbombe!“ Haltung zu zeigen und begab mich also mit dem Vorhaben, unbedingt meine Meinung zu sagen, zur Alten Handelsbörse, einem ehrwürdigen, wunderschönen Barockgebäude mitten im Zentrum der Messestadt.

Nach einem etwa halbstündigen Impulsvortrag der sächsischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten begann eine teils kontroverse, jedoch sehr (sagen wir mal …) entspannte Diskussion in kleinem Rahmen. Meiner Schätzung nach waren etwa 30 Personen anwesend. Unter ihnen eine Hand voll besorgte Bürger, einige Petry-Fans, aber auch junge, kritische, aufgeklärte Fragensteller.

Neben ihren kritischen Erläuterungen zum Migrationspakt, denen ich in ihrer Gänze eigentlich nur widersprechen kann, sowie der Idee der Einführung einer Parallelwährung (der „Neumark“), um Sicherheit im Falle eines Euro-Crashes zu haben (ebenso total undurchsichtig), hat mich vor allem ein Wort, das sie ständig nutzte, besonders betroffen gemacht.

„Armutsmigration“. Dazu müsst ihr wissen: Auch ich migrierte vor einigen Jahren aus Russland nach Deutschland zusammen mit meiner Mutter. War quasi arm. Bin somit also ein klassischer Wirtschaftsflüchtling.

Doch „Armutsmigration“ impliziert noch so viel mehr als die bloße wirtschaftliche Verbesserungsabsicht. Das Wort assoziiert man mit ungebildeten, faulen, ja eben armen Menschen, die hierher in unser (!) Deutschland kommen, unsere Sozialkassen ausnehmen, ohne je etwas eingezahlt zu haben, und somit unser Sozialsystem zum kollabieren bringen. „Für diese faulen Armen soll ich all meine Steuer zahlen? Nie und nimmer!“, meint da so mancher besorgter Bürger.

Das ist es doch, womit man „Armutsmigration“ verbindet. Ein klassischer rechtspopulistischer Kampfbegriff also? Damit konfrontierte ich Ex-AFDlerin Petry, die mir auf diesen Vorwurf jedoch nur mit einem plumpen „Wie soll man es denn sonst nennen?“ den Ball zurückwarf. Wie man Migration nennen sollte? Migration eben. Aber bitte ohne Präfix, der Szenarien impliziert, die so gar nicht der Realität entsprechen. Beispielsweise sprach sie von einem Berliner Gymnasium mit einem Moslem-Anteil von über 80 % und dass „solche Probleme in Zukunft eben auf uns zukämen“. „Merkels Grenzöffnung 2015“ war ihrer Meinung nach ja auch komplett illegal.

An diesem Abend stimmte mich so Vieles einfach nur sprachlos. Aber so ist das wohl, wenn man sich einen Vertreter oder eine Vertreterin einer komplett entgegengesetzten politischen Richtung antut.

Also wie gesagt: auf meine Fragen hatte sie nicht wirklich eine zufriedenstellende Antwort, sondern reagierte (rhetorisch jedoch sehr geschickt) mit Gegenfragen. Auch meine Anschlussfrage, wie sie Migranten, die nun einmal hier in Deutschland sind integrieren wolle, konterte sie mit der Gegenfrage, wie ich es denn geschafft hatte als „Migrant“ damals. Innenpolitische, real umsetzbare Ideen? Wohl eher nicht bei diesem Thema. Stattdessen Angstmache und Schwarzmalerei.

Zusammengefasst war der Abend für mich eher enttäuschend. Nicht nachvollziehbar ist und bleibt für mich das Welt- und Menschenbild, das unterscheidet in ein „wir“ und „die anderen“.

Vielleicht ist es mein sozialpolitischer Blick als Pädagoge auf die Welt – nennt es von mir aus Gutmenschentum -, doch ich glaube, dass Menschen aus anderen Ländern, egal aus welchen Schichten sie kommen mögen, eine Bereicherung für unser Land sind.

Die Frage ist doch nicht ob, sondern wie wir Menschen mit Migratonsgeschichte in unsere Gesellschaft integrieren. Wie schaffen wir es, dass sie so schnell wie möglich die deutsche Sprache erlernen? Wie schaffen wir es, dass sie ihren Beruf, den sie in ihrer Heimat erlernt haben, auch hier ausüben können? Wie schaffen wir es, dass sich keine „Slums“ bilden, sondern Migranten, sowie Deutsche, die Möglichkeit haben, sich im Stadtteil ihrer Wahl die Miete leisten zu können (Stichwort Wohnungspolitik)? Wie schaffen wir es, Migranten Kultur und Teilhabe zu ermöglichen? Und ja: welchen Teil können wir beitragen, dass es in den Ländern vor Ort weniger scheiß Kriege und Korruption gibt, die wir mit unserer Außen- und Exportpolitik teilweise mitzuverantworten haben.

Das sind doch die dringenden politischen Aufgaben, die auf unsere Gesellschaft zukommen und nicht die Schwarzmalerei, die ich mir zwei Stunden lang in der Alten Handelsbörse antun musste. Zum Glück kann ich mir meine Filterblase, in der ich leben möchte, selbst aussuchen. Ab und an daraus auszubrechen und auch mal kontroverse politische Meinungen zu hören, kann dennoch sehr lehrreich sein. Für Sie getestet!

An dieser Stelle sei die Reportage „Frauke Petry – Aufstieg, Fall und Jetzt“ (die heute aktuell erschien) in der ARD Mediathek wärmstens empfohlen.

Bis bald. Tschöö.

Janni, Janni, Janni … I have love in my tummy!

Am Freitag war Jens Jörn Janni Jan Böhnmersmann zusammen mit dem Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld auf großer „Ehrenfeld ist überall“-Tour in Leipzig. Grund genug für mich und meine Freunde eine Pilgerreise in das Haus Auensee (gesprochen: A-ünsee, haha!) anzutreten und unseren heimlichen Gott endlich mal live zu sehen. Okay, übertreiben wir es nicht. Halbgott.

Alle (aktuellen) Lieder, die man bereits aus seiner ZDF-Sendung „neo Magazin royale“ kennt, hatte er natürlich dabei. Und was soll man anderes sagen: es war einfach grandios! Was für den einen ein eher flacher, reißerischer Humor ist, birgt in vielen Teilen wirklich großartige Politik-, Medien-, und Gesellschaftskritik.

Sollte es noch Tickets geben und die Tour auch in eurer Nähe sein, besorgt euch unbedingt Tickets für – wie ich finde – einer der besten Satiriker, die es zurzeit im deutschsprachigen Raum gibt.

Bis bald. Tschöö.

Life-Goals einer 14-Jährigen

Gestern Abend vor dem Hauptbahnhof in Leipzig. Wer die Verkehrslage dort kennt, weiß, dass man regelmäßig beim Überqueren der Straßenbahnschienen um sein Leben bangen muss, wenn man es nicht schon vorher durch rücksichtslose Amokfahrradfahrer auf dem Gehweg verloren hat (mein Blog besteht nur noch aus maßlosen Übertreibungen, stelle ich fest, aber irgendwie muss man ja Aufmerksamkeit generieren). An diesem Unfallschwerpunkt sollte sich unbedingt mal was ändern, will ich damit eigentlich nur sagen.

Es folgt eine sozialarbeiterische Beobachtung (ja, ich studiere das!). Gedankenprotokoll:

Nachdem mein Freund und ich wie durch ein Wunder mal nicht von einem Fahrradfahrer umgenietet wurden, wagten wir uns todesmutig aus Richtung Hauptbahnhof kommend gen andere Straßenseite. Doch vorher lauerten noch die Straßenbahnschienen, wie oben bereits erwähnt eines der größten Gefahren Leipzigs. Vor uns befand sich eine Gruppe Jugendlicher, ich mutmaße um die 14 Jahre alt, die lautstark und pöbelnd Gleiches versuchten.

Nachdem zwei männliche Exemplare der eben beschriebenen Peergroup ihren ganzen Mut zusammen nahmen und – kurz bevor eine Straßenbahn in die Haltestelle einfuhr – noch über die Schienen huschten, blieben die weiblichen Pendants dazu aufschreiend zurück. Die Straßenbahn klingelte panisch, wie sie es immer tut. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass Straßenbahnfahrer in ihrer Ausbildung am ersten Tag den Klingelknopf gezeigt bekommen. „Hier, das ist die Straßenbahn, hier entlang in die Fahrerkabine, mit dem Schlüssel ja genau, dann setzen Sie sich bitte einmal und einmal kräftig klingeln, super, Ausbildung bestanden, sie können jetzt direkt los fahren!“

Bin ein bisschen vom Thema abgekommen. Wir waren stehen geblieben bei den beiden Jungs, die schnell noch über die Schiene huschten, die Straßenbahn klingelt, die zwei Mädchen bleiben entsetzt stehen, atmen tief durch und lassen Revue passieren, dass sie dem Tod gerade so von der Klippe gesprungen sind und nie so irre wären wie ihre beiden Boyfriends.

Ich zitiere wörtlich: „Alter, dafür ist mir mein Leben zu wertvoll.“ Vernünftig. Doch es geht noch weiter. Danach begründete sie diese These: „Bevor ich sterbe, will ich noch ein paar Leute stampfen und Drogen nehmen, erst dann kann ich mich vor eine Straßenbahn schmeißen.“

Ich finde: da hat jemand auf jeden Fall eine gut durchdachte Prioritätenliste, einen Lebensplan, einen Sinn des Seins für sich gefunden. Das ist gewissermaßen hohe philosophische Kunst, worüber ich noch länger nachdenken werde.

Habe ich zum Teil auch schon. Was würde ich tun wollen, bevor ich mich vor die nächstbeste Straßenbahn schmeiße, hab ich mich zum Beispiel gefragt. Die Antwort lautete wohl: viel wilden Sex haben, noch viel mehr gutes Essen essen und massenhaft Blogeinträge schreiben. Ich hab‘ also noch einiges zu tun, bis ich mich vor die LVB schmeiße. Oder ich lasse letzteres einfach. Dann habe ich nicht so einen Zeitdruck das Leben zu genießen.

Bis bald. Tschöö.

Fotos sinnvoll archivieren

Die älteren von uns kennen sicher noch das Gefühl in Bilderalben herum zu blättern und kleine nostalgische Momente zu erleben. So ähnlich erging es mir bei der Durchforstung meines Blogs, kurz bevor ich ihn wiedereröffnet habe. Schließlich mussten über 1.000 Einträge auf privat umgestellt werden. Anfangs noch per Hand und nach etwa der Hälfte mit einer wordpressintegrierten Masseneditierungsfunktion ……… ich Depp.

Jedoch hat sich das nicht mal unbedingt wie Zeitverschwendung angefühlt, sondern eher wie ein wunderbares, stundenlanges Schwelgen in alten Zeiten. Da kamen Blogeinträge zu Tage, Freunde … ich sag’s euch. Vielleicht stelle ich das ein oder andere besondere Exemplar irgendwann mal wieder online.

Irgendwie ein bisschen traurig, dass ich mein Leben auf diese Weise in den vergangenen Jahren nicht so dokumentiert habe. Man vergisst so viele schöne, kleine Momente, die ein Blog oder Fotoalbum oder Sonstwas einfach wunderbar konservieren können.

Mit den Fotos ist das ja heutzutage auch so ein Problem. Sind sie einmal mit dem Smartphone geschossen, versinken sie in der Foto-Roll. Statistisch gesehen zerlege ich zudem auch noch jedes Jahr mindestens ein Handy und weil ich nicht so der Cloud- und Backup-Typ bin – wäre ja Quatsch -, sind massenweise Bilder verloren.

Stellt sich die Frage, wie man Fotos am besten so archiviert, dass sie eines Tages auch mal sinnvoll durchschaubar sind. (Ich sage nur Selfie-Session: Niemand will sich in 10 Jahren die 347 Bilder anschauen, die ich geschossen habe, um ein (in Zahlen: 1) vernünftiges Instagram-Bild zu generieren.) Achja und aufwendig darf der ganze Archivierungs-und Ordnungsprozess natürlich auch nicht sein. Da gibt’s doch mittlerweile ne App für, oder? :D

Bis bald. Tschöö.

Unter diesen Beitrag bitte unbedingt kommentieren!

Ich habe gerade einen gravierenden Fehler gemacht. Einen Fehler, von dem ich behauptet hätte, ihn niemals zu begehen, weil ich ja weiß, wie offensichtlich sinnlos und dumm die Idee ist. Aber heute habe ich mich dann doch aus fadenscheinigen Gründen zu folgendem Fehlverhalten entschieden: ich habe die Kommentare eines Facebook-Posts gelesen und mich zum mitdiskutieren mitreißen lassen.

Der Titel des Artikels lautete „21-Jähriger setzt sich in Leipziger Asylunterkunft mit Messer auf Fensterbrett und droht zu springen“. Es scheint evident zu sein, dass heutzutage darunter Kommentare wie „hätten sie ihn mal lieber springen lassen“ fast schon in der Mehrheit sind. Kollektiver Hass. Entsetzt fing ich also an einen Kommentar nach dem anderen zu widersprechen. Was ich voraussetzte ist ethisch-moralisches und sozialpolitisches Grundwissen. (Memo an mich selbst: PAHAHAHAHA!)

Jetzt, zwei Stunden später, bin ich sowas von SCHEIßE AGGRESSIV, kann ich euch sagen, dass ich der Menschheit einfach nur noch den Tod wünsche. Entschuldigt mich bitte … ich muss mal eben was kaputt schlagen gehen.

Wenn ich nochmal auf die Idee kommen sollte mich im Internet mit irgendwelchen rechten Trollen anzulegen, möge man mir bitte den Rechner wegnehmen, bevor ich schon wieder sinnlos zwei Stunden Lebenszeit verschwende. Danke für die Mitarbeit.

PS: https://www.facebook.com/notes/ichbinhier-der-verein/offener-brief-an-online-redaktionen-und-journalisten/1130052927158458/

Bis bald. Tschöö.

Komm, wir machens nochmal!

Hej, ihr Bummsnelken!

Ja, ihr lest richtig: Aleks-Blog.de hat es nach Jahren der Versenkung (knapp 5) tatsächlich wieder geschafft sich ein hübsches Kleidchen anzuziehen und sich raus in die freie, wilde Welt des Internets zu begeben. RELAUNCH, ALTER GEIL PARTÜÜÜÜ!!!

Es ist ein bisschen rauher geworden hier, das muss ich leider tatsächlich beobachten. Der Ton wird schärfer und schon längst gibt es im Internet nicht mehr nur süße Katzenvideos und halblustige Blogger, die mit A anfangen, sondern zunehmend mehr Spinner, die Kommentarspalten mit ihrem ideologischen Quatsch fluten; verrückte Präsidenten, die Twitter zuscheißen und bekloppte Hacker, die Adressen, Telefonnummern und ganze Personalausweiskopien doxen, weil sie meinen, dass die Anderen falscher politischer Meinung sind.

Was ist nur aus dem schönen Internet 2.0 aus dem Jahre 2010 geworden?

Es wird Zeit, dass die Stimme der Vernunft zurückkehrt. Ja, ich spreche natürlich von mir!! Mit Aleks-Blog kann ich endlich wieder meine wirren Gedankenexplosionen posten. Gleichzeitig gibt es hier bald wieder jede Menge anderen Quatsch in audio-visueller Form, samt regelmäßigen Link-Tipps und Twitter-Highlights. Der gute, alte Aleks-Blog eben.

Selbstverständlich werde auch ich, zusätzlich zu dem ganzen eben genannten Qualitätscontent, meinen Teil dazu beitragen, das Internet ein bisschen weniger Scheiße zu machen. Soll heißen: jede Form von Hass, Rassismus, Sexismus oder andere Art der Ausgrenzung finden auf dieser Webseite definitiv keinen Platz. Punkt. Stattdessen sind wir endlich mal wieder nett zueinander, einverstanden?!

Freunde, ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich begeistert bin, endlich wieder da zu sein. Viele von euch haben mich in den letzten Jahren ja schon vermisst und angeschrieben, mit den wildesten Fragen ob und wann es mit Aleks-Blog weiter geht und nun ist es endlich soweit. (Übrigens: mal schauen, was aus dem Nappod wird.)

Wir machens nochmal mit Aleks-Blog! :)

Wenn eure Aufmerksamkeitsspanne nicht schon nach 140 Zeichen zu Ende war und ihr es bis hier hin geschafft habt: fühlt euch von mir gedrückt, geküsst und auch ein wenig sexuell belästigt. Würde mich freuen, wenn ihr hier nun wieder regelmäßig vorbeischneit und vielleicht verläuft sich ja auch der ein oder andere ehemalige Stammleser hierher zurück.

Achja, noch eine Bitte: Nehmt es mir nicht krumm, dass hier noch nicht alles stimmig ist. Die „Über mich“-Seite ist noch von anno dazumal und auch das Design (das übrigens passenderweise „aleksandr“ heißt) ist noch nicht 100%ig übersetzt. Aber das kennt ihr ja, Aleks-Blog war schon immer eine ewige Baustelle, von daher …

Auf ein großartiges Blogging-Jahr 2019! Los geht’s! :-)

Bis bald. Tschöö.

Warum ich kein Whatsapp mehr nutze

Warum ich kein Whatsapp mehr nutze? Darum. Eigentlich könnte ich den Blogpost an dieser Stelle beenden, aber heutzutage muss man sich ja schon fast rechtfertigen, wenn man kein Whatsapp bzw. Facebook mehr hat oder gar noch nie dort angemeldet war.

Die Erklärung ist im Grunde kurz und bündig: Zeitersparnis. Mal ehrlich: Instant-Messaging, also das ständige erreichbar sein – egal ob am PC, Tablet oder Handy – ist heutzutage schon normal geworden. Ständig hängt man nur noch im Internet und schreibt sich Nachrichten, anstatt das Problem in einem fünfminütigen Gespräch zu klären.

Meine Forderung: man sollte auf seinem Handy auch mal kein Whatsapp haben dürfen und aufpoppende Nachrichten am iPhone bewusst ignorieren, wenn man mal seine Ruhe haben will. Vor allem in Gesellschaft finde ich es immer total grausam, wenn jeder permanent auf seine Technik glotzt. Es muss auch mal ohne gehen. Oder etwa nicht?

Bis bald. Tschöö.