Leckere Rezeptideen mit Sperma

Ich bin in der Tat ein sehr leicht beeinflussbares Wesen. Neulich habe ich mich deshalb freiwillig mit einem unseriösen (und zudem überteuerten) Online-Bluttest über den Tisch ziehen lassen, um eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten abchecken zu lassen. Ihr seht also, mit Instagram Werbung könnt ihr mir einfach jeden Scheiß verkaufen!

Selbstverständlich nehme ich diesen Test ohne Zweifel ernst und glaube (den vermutlich ausgewürfelten) Ergebnissen voll und ganz. Wenn man den Experten vertraut, sind für mich ab sofort Roggen, Dinkelvollkornmehl, Haselnüsse, Ei, Kuhmilch und Joghurt tabu. Quasi alles, was Sinn macht. Zwölf weitere Lebensmittel, unter anderem Käse, Weizen, Honig, Banane, Mandeln und Käse, sollte ich selten (nicht mehr als einmal pro Woche) zu mir nehmen, da sie „mittelstarke Reaktion in meinem Körper hervorgerufen“ haben. Anschließend wurden mir 77 Nahrungsmittel aufgelistet, die ich bedenkenlos in mich reinschaufeln kann.

Demnach befinde ich mich gerade im Rahmen der Umstellung meines nicht vorhandenen Ernährungsplanes auf der Suche nach Alternativen zu den schädlichen Nahrungsmitteln. Bin ja nicht blöd, will schließlich nicht sterben (der Test suggeriert zumindest ähnliches).

Meine „Gesundheit und Verdauung können davon profitieren“, wenn ich Joghurt, Milch, Ei, Nüsse und einige Getreidesorten in den nächsten drei Monaten komplett meide. Aha. Gar nicht mal so einfach umzusetzen, ohne Veganer oder gar Frutarier zu werden. Da ich jedoch sehr gewieft bin, lasse ich mir natürlich Alternativen für den ganzen Quatsch einfallen. Damit präsentiere ich euch die Idee des Tages, die sogar Potential für eine komplette Blog Reihe besitzt:

Kochen und backen mit Aleks und Sperma. Am Namen muss ich vielleicht noch etwas tüfteln, schon alleine, damit es nicht zu pornösen Verwechslungen kommt, aber wenn man es so nimmt, sagt das die Grundidee schon mal aus. Wie kann man Milchprodukte denn wohl besser ersetzen als mit Sperma?

In meinem Kopf schwirren schon die grandiosesten Rezptideen wie lecker Rührsperma, delikate Sperma-Brownies mit Spritz-Sahnehäubchen, super delicous & healthy Superspermasmoothies und nicht zuletzt Spargel mit butterweicher Sauce Spermadaise. Chefkoch wird eine komplett neue Kategorie für meine neuen Rezepte einführen müssen.

Das sollte als Alternative klar gehen, schließlich wurde in meinem Bluttest keine Intoleranz gegen Sperma nachgewiesen. Gott! Sei! Dank! Als ich dachte, dass ich damit eine Marktlücke entdeckt habe und eine clevere Geschäftsidee aus dem Ganzen Spermading schlagen kann, wurde ich mit nur einer einzigen Googlesuche jedoch arg enttäuscht. Es gibt (und das ist kein Witz) tatsächlich schon ein „Sperma Kochbuch“. Ich hab’s ja schon fast geahnt.

Besonders viel Spaß macht es – wie so oft – die Rezensionsspalte eben besagten Buches durchzuscrollen. Dort heißt es zum Beispiel: „Tolle Rezepte, bei denen die Menge des Spermas allerdings viel zu knapp angegeben ist, da Sperma erst bei größeren Mengen seinen nussigen Geschmack entfalten kann. Deshalb sammeln, einfrosten und nach Bedarf einfach zugeben.“ Darauf wäre nicht mal ich gekommen. Auch gut: „Beim Kochen habe ich leider 2 linke Füße. Aber ich wollte unbedingt mal beim perfekten Dinner auf VOX mitmachen. Also das Buch bestellt. Dann musste ich den Hauptbestandteil der Mahlzeiten „herstellen“. Also tagelang die Fleischpeitsche gewienert. Die Flinte war also entladen. Nachdem ich die Pampe aus dem Sack geholt hatte, ging es endlich los. Die Cremetörtchen kamen bei der Arbeit gut an. Ich war nur da, um meine Krankmeldung abzugeben, da ich an beiden Armen eine Sehnenscheidenentzündung hatte. Die Sahnetorte schmeckte ebenfalls vorzüglich.“

Ergo: meine Idee scheint massentauglich.

Bis bald. Tschöö.

Filmtipp: Der verlorene Sohn

Am Samstag Abend haben wir uns spontan dazu entschieden, ins Kino unserer Wahl zu pilgern. Vor Ort haben wir uns einen Überblick über die aktuelle filmische Lage verschafft und uns relativ schnell für „Der verlorene Sohn“ entschieden. Dass dieser Abend so erschütternd werden würde, haben wir zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst. Da ich an dieser Stelle gar nicht mehr spoilern möchte als der Trailer, einfach nur die Empfehlung euch den Film anzuschauen.

Tatsächlich will man über weite Strecken des Films einfach schreiend aus dem Kino rennen. Wenn man zusätzlich noch weiß, dass die komplette Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht und das Gezeigte in einigen Teilen dieser Welt immer noch unzähligen Homosexuellen angetan wird, ist man zutiefst erschüttert. Das ist es auch, was der Film in einem hinterlässt, nachdem man ihn zwei Stunden lang ertragen hat. Empörung, Wut, Unverständnis. Aber umgesetzt in einer oscarwürdigen Umsetzung, die seines Gleichen sucht. Also unbedingt anschauen!

Bis bald. Tschöö.

Traumtyp in der Mache

Geiler Sixpack, perfekter Arsch, mega Schwanz, das selbstbewusste Auftreten eines Geschäftsführers und das Charisma Barack Obamas. Oder anders gesagt: all das, was ich nicht habe.

Deshalb (und weil mein Arsch in jede zweite Hose nicht mehr reinpasst und mein kuscheliger Bierbauch mittlerweile Größe L verlangt UND … ach lassen wir das), musste sich 2019 schlichtweg etwas ändern und was ist da praktischer als Neujahrsvorsätze? Richtig: keine Neujahrsvorsätze, denn die wirft man eh wenige Wochen nach Jahresstart wieder über Bord.

Aber egal, ich habe es trotzdem versucht und hej: mittlerweile sind zwei Monate rum und ich bin immernoch fleißig dabei, alles mir Vorgenommene beizubehalten.

  1. FdH: Um ehrlich zu sein. Klappt mal mehr, mal weniger. Aber vor allem auf Arbeit schaffe ich es doch ganz gut, mir nun weniger Essensmassen in den Rachen zu schieben.
  2. Bewegung: Tatsächlich mache ich seit Jahresbeginn 2 mal pro Woche Sport (HALLO? WO SIND DIE JUBELHYMNEN???!!!). Am Wochenende geht es eine Dreiviertelstunde joggen und jeden Mittwoch versucht mein Physiotherapeut, die nicht mehr oder zumindest nur noch rudimentär vorhanden Muskeln wiederherzustellen.

Ich möchte an dieser Stelle nur nochmal kurz betonen: es ist Ende Februar und ich mache den ganzen Scheiß immer noch. Das ist eine Leistung, die gewürdigt werden möchte darf!

Bis bald. Tschöö.

Lifehack: Notifications ausschalten (oder das Handy gleich ganz Zuhause lassen)!

Seit dem Island-Urlaub habe ich die Push-Notifications für WhatsApp deaktiviert. Seither ist mein Leben sowas von entspannt geworden, das könnt Ihr euch gar nicht vorstellen!

Was Influencer und Hipster-Blogger aus Kreuzberg wohl als „Smartphone-Detox“ bezeichnen würden, passiert in meinem Leben ganz automatisch, weil ich in letzter Zeit mein Handy schlicht immer öfter Zuhause vergesse.

Auch das passiert mir, da das Smartphone in meinem Alltag, vor allem auf Arbeit, aber auch in meiner Freizeit, damit zunehmend an Bedeutung verliert. Was den ein oder anderen meiner Freunde tierisch nervt, da ich nicht mehr permanent erreichbar bin, sondern manchmal erst 10 Stunden später antworte, hilft mir, entspannt und ungestört durch den Tag zu kommen, ohne ständig auf das Antworten von WhatsApp-Nachrichten fokussiert zu sein.

Anfangs war mir sogar fast schon langweilig: was macht man denn jetzt auf einmal auf dem Klo mit der neu gewonnen Zeit, wenn man kein Smartdings dabei hat? Die Antwort: sich Gedanken.

Das alles fühlt sich, auch wenn es sich nicht so anhört, ziemlich gut und entschleunigend an. Wer also auch mal ohne Ablenkung von WhatsApp, Twitter und Co. leben will, dem rate ich als Ober-Influencer (aus Leipzig): einfach mal die Technik weglegen und beobachten, was das mit euch macht. Haltet Ihr es überhaupt noch ohne Smartphone aus?

Lebt den Moment, Freunde. Lebt den Moment!

Bis bald. Tschöö.

Riechprobe

Neulich beim Kochen habe ich mich gefragt, ob schon mal jemand den Geruch meiner gerade kochenden Mahlzeit geschnuppert hat und sich dachte: „Hui, das würde ich jetzt auch gern essen.“ Fand den Gedanken irgendwie schön.

Bis bald. Tschöö.

Frühlings(rollen)gefühle

Endlich sind sie wieder da: die ersten warmen Tage des Jahres. Auch wenn ich befürchte, dass der Winter nochmal eiskalt zurückkommt, habe ich die ersten Sonnenstrahlen des Jahres zutiefst genossen.

Am Sonntag, kurz nachdem wir wieder in Deutschland gelandet sind, bin ich wegen des guten Wetters deshalb nochmal ein Stündchen durch den Park gejoggt. Wie die Hühner auf der Stange saßen sie da: all die Hipster auf der Sachsenbrücke, die kellerweißen Studenten am Karl-Heine-Kanal und die glücklichen, jungen Kleinfamilien am Elsterflutbecken.

Wo sind die Menschen eigentlich alle, wenn das Wetter schlecht ist? Egal, schließlich genieße auch ich das gute Wetter outside nun wieder in vollen Zügen. Überall sehe ich verliebte Paare, auch die ganzen Schwulen und Lesben trauen sich (2019 endlich) Hand in Hand durch den Park, ohne dass sie schief angeschaut werden. Das Leben (und Leipzig) kann so schön sein!

Der einzige Nachteil: jetzt sind auch wieder die Schönwetterradler unterwegs, die üblicherweise schon beim kleinsten Anzeichen von schlechtem Wetter das Fahrrad im Keller nach ganz hinten verstauen. Man erkennt sie an ihrem – sagen wir mal – unsicheren Fahrstil. Sonntagsfahrer eben. Und es sind viele. Aber das gehört Wohl oder Übel ebenso zum Frühlingsbeginn dazu, wie die Liebe in der Luft.

Bis bald. Tschöö.

Island – Tage 4 bis 7

Ich vernachlässige meinen Blog schon wieder und dabei ist er gerade einmal einen Monat wieder da. Aber wie ich bereits schrieb, ist Island einfach zu schön, um online zu sein.

Die Abendstunden gingen dann meistens dafür drauf, Instagram-Stories zu gestalten und das hat an manchen Tagen schon mehrere Stunden verschlungen. Dafür habe ich in meinem Instagram Archiv jetzt ein wunderbares Reisetagebuch. Detaillierter und schöner könnte es nicht sein.

Für den nächsten Urlaub habe ich mir vorgenommen mein Mikrofon einzupacken und an entsprechenden Stellen einfach wieder etwas Podcastähnliches zu quatschen. Das kann ich eh viel besser als schreiben. Zudem geht’s viel schneller, was für mich auch weniger Arbeit bedeutet. Mal sehen.

So, und was ist nun die letzten Tage passiert? Wir haben Islands schönste Ecken gesehen. Erstaunlich wie wahnsinnig schön Natur sein kann.

Da waren zum einen die wasserspuckenden Geysire, die in regelmäßigen Abständen meterhohe Fontänen von sich geben. Aber auch Wasserfälle, Schneewüsten, Lava-Landschaften, heiße Quellen und beeindruckende Berglandschaften hat Island zu bieten. Die Schönheit ist kaum in Worte und Bilder zu fassen, dennoch empfehle ich hier erneut mein Instagram-Profil.

Der nächste Urlaub steht dann im Mai an und geht in eine ganz andere Richtung. Fortsetzung folgt sozusagen.

Bis bald. Tschöö.

Island – Tag 2 & 3

Sorry, Freunde. Island ist einfach so unfassbar schön, dass ich gar keine Zeit zum bloggen finde vor lauter Umherguckerei.

Dabei war der Tag gestern gar nicht mal sooooo anstrengend ehrlich gesagt. Nachdem wir eine Runde durch Reykjavik gedreht sind, entflohen wir dem nasskalten und windigen Wetter, indem wir uns ein kleines, süßes Schwimmbad gesucht haben. Diese gibt es hier in Island traditionell zuhauf. Warme Quellen und so. Die warmen Pools befinden sich natürlich outside, oh yeah!

Das praktische daran war, dass dieses Bad in der unmittelbaren Nähe zur Uni erbaut wurde und wir so – sagen wir mal – viel zu gucken hatten. Das Klientel war manchmal doch sehr ansehnlich. Oder um es mit Hendrik zu sagen: „Vielleicht sehen wir den Typen mit dem Penis ja nochmal wieder.“ (Er war wirklich riesig. Der Penis.)

In der Hot Tube liegend stellte ich mir vor, wie es wohl früher gewesen sein muss, als Menschen nackt überleben mussten anstatt sich – so wie wir in diesem Moment – in einem 40 Grad warmen Pool ihre Spermien totkochen zu lassen. Was für 1 life.

Den Abend verbrachten wir mit unserem Gastgebern zuhause. Die zwei sind Typen von der Sorte „ich habe in jedem Land einen Freund und kann dir zu allem eine Geschichte erzählen“. Kosmopoliten, Weltenbummler. Ihr Englisch war so perfekt, dass wir uns ständig wie Viertklässler fühlten, die gerade die englische Satzstellung gelernt haben.

Im Laufe des Abends (so nach dem ersten oder zweiten Bier, das weiß niemand mehr so genau) kamen sogar noch Nachbarn und Freunde rum. Talkten ein bisschen mit uns. Und verschwanden wieder.

Sinnlose Nebeninfo: wir fanden unsere beiden isländischen Kosmopogays später auch noch auf Planetromeo. Der eine steht auf Socken & Leder, der andere auf Windeln. Naja okay, jedem das seine.

Heute ging es dann, nachdem wir uns von unseren beiden schwulen Hosts verabschiedet hatten, das erste Mal ins Landesinnere. Freunde … man kann es weder in Worte noch in Bilder fassen. Dieses Land ist einfach so unfassbar schön! Nicht mal schlechtes Wetter kann einem die Stimmung trüben. Und spontane Wetterveränderungen gibt es hier gefühlt einmal pro Stunde.

Unsere Unterkunft für kommenden beiden Tagen liegt mitten im Nirgendwo. Leider kann ich euch an dieser Stelle keine Fotos zeigen, weil es im Nirgendwo halt kein gescheites Internet gibt. Ich empfehle meine Instagram-Stories. Ebenso kann ich euch keine Bilder vom wunderschönen Nationalpark, dem gefrorenen Wasserfall, der idyllischen Lagune und die wunderschönen Pärchenfotos zeigen, die heute alle entstanden sind. Aber wie gesagt, schaut doch gerne mal auf meinem IG-Profil vorbei, ihr Stalker!

Ach komm, ein Bild geht doch noch, um euch wenigstens ein bisschen neidisch zu machen. 😁 (Der Upload hat schlappe 15 Minuten und 4 Anläufe gebraucht.)

Bis bald. Tschöö.

Island – Tag 1

Hallo und góðan daginn aus der wunderschönen Landeshauptstadt Reykjavik.

Endlich haben wir wieder Urlaub! Für diese freien Tage, die wir uns echt verdient haben, geht es ins (jetzt schon für wunderschön befundene) Island. Und dabei haben wir noch gar nicht so viel gesehen. Schon alleine die Fahrt vom Flughafen in die Stadt war ein einziger Wow-Effekt.

Erste Erkenntnisse:

  • Iceland heißt nicht umsonst so
  • Alles hier ist so modern und neu und durchdacht!!
  • Diesmal kommen wir aus einem Niedriglohnland, statt in einem Urlaub zu machen.
  • Die Isländer haben echt Stil, was Innenarchitektur angeht.

Unterschlupf haben wir in Reykjavik bei einem schwulen Pärchen gefunden. Heute werden wir noch hier bleiben, doch morgen geht es mit dem Mietwagen schon wieder weiter ins Landesinnere. Tatsächlich ist Reykjavik so klein und niedlich, dass man es in zwei Tagen durchgespielt und dafür mehr Zeit für die atemberaubende Landschaft hat, die Island ohne wenn und aber zu bieten hat.

Zufälligerweise war gestern der letzte Tag vom Winter Lights Festival. Überall in der Stadt waren Gebäude, Wohnungen und sogar Bäume mit bunten Lichtinstallationen bestückt und die sonst schon so niedliche Stadt hat noch zusätzlich an Zauber gewonnen.

Die „Harpa“, zum Beispiel, ist ein mächtiges Gebäude mit einer riesigen Glasfassade. In dieser Glasfassade sind Lichter integriert, die zum Festival live digital angesteuert werden konnten. Auf dem Vorplatz der Halle war dazu ein Bus installiert worden, indem sich zwei Joysticks und einige Buttons befanden. So wurde dieses öffentliche Gebäude für ein Wochenende zu einem riesigen leuchtenden Instrument. Denn jede Lichtkombination erzeugte durch einen Synthesizer seinen ganz eigenen Sound. Komponisten waren die Besucher, auch wir haben es mal ausprobiert. War schon lustig!

Nach unserem Spaziergang durch die Stadt und dem farbenfrohen Lichterfest ging es in die (offiziell einzige) Schwulenbar der Stadt mit dem Namen „Kiki„. Dieser kleine, aber total charmante Club hat es in sich. Schon lange, habe ich eine so kleine Menge an Leuten nicht mehr so hart eskalieren sehen. Die Drag-Show hat wirklich Spaß gemacht. Keinen Spaß machen jedoch die Preise hier. Der Cocktail des Abends (Fruity, Fruity, Fruity!!) hat 1800 Isländische Kronen, also umgerechnet rund 15 Euro gekostet. Alkohol (und auswärts essen gehen ……. und überhaupt alles 😭) lässt man sich in Island einiges kosten. Der ein oder andere Online-Reiseführer empfiehlt sogar sich vorab im Dutyfree-Shop, beispielsweise an den Flughäfen, mit Alkohol einzudecken.

Heute werden wir uns die Stadt bei Tag noch etwas genauer erkunden. Und hoffentlich nichts shoppen. Im Ernst. Aleks tu’s nicht! In Liebe, dein Bankkonto.

Bis bald. Tschöö.

Wie läuft’s in der Liebe?

Ich weiß es doch ganz genau. Die meisten lesen diesen Blog, um den ganzen Homo-Kram nicht zu verpassen. Solche Artikel, wie der letzte, in denen es um irgendwelchen politischen Käse geht, sind da eher leserreduzierend, I know. Verzeiht mir mein diesbezügliches Mitteilungsbedürfnis und scrollt euch einfach zu dem Content weiter, der euch zusagt. Ich finde es nur einfach zurzeit wichtig Haltung zu zeigen und der ein oder andere Meinungsblogartikel muss da schon sein.

Dieses Bild ist die Antwort auf die im Titel gestellte Frage. :) Seit über einem Jahr bin ich nun mit meinem Schatz zusammen. Schon nach kurzer Zeit wussten wir, dass es richtig ist zusammenzuziehen und was soll ich sagen: besser kann mein Leben seither nicht sein.

Kurz und knapp. Und glücklich.

Bis bald. Tschöö.

„Konservative“ Politik. Aha.

Am Montag fand in Leipzig die so genannte „Blaue Runde in Sachsen mit Dr. Frauke Petry“ statt. Mit einem Sack voller kritischer Fragen nahm ich mir vor in der Veranstaltung mit dem wunderschönen Titel „Migrationspakt – die tickende Zeitbombe!“ Haltung zu zeigen und begab mich also mit dem Vorhaben, unbedingt meine Meinung zu sagen, zur Alten Handelsbörse, einem ehrwürdigen, wunderschönen Barockgebäude mitten im Zentrum der Messestadt.

Nach einem etwa halbstündigen Impulsvortrag der sächsischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten begann eine teils kontroverse, jedoch sehr (sagen wir mal …) entspannte Diskussion in kleinem Rahmen. Meiner Schätzung nach waren etwa 30 Personen anwesend. Unter ihnen eine Hand voll besorgte Bürger, einige Petry-Fans, aber auch junge, kritische, aufgeklärte Fragensteller.

Neben ihren kritischen Erläuterungen zum Migrationspakt, denen ich in ihrer Gänze eigentlich nur widersprechen kann, sowie der Idee der Einführung einer Parallelwährung (der „Neumark“), um Sicherheit im Falle eines Euro-Crashes zu haben (ebenso total undurchsichtig), hat mich vor allem ein Wort, das sie ständig nutzte, besonders betroffen gemacht.

„Armutsmigration“. Dazu müsst ihr wissen: Auch ich migrierte vor einigen Jahren aus Russland nach Deutschland zusammen mit meiner Mutter. War quasi arm. Bin somit also ein klassischer Wirtschaftsflüchtling.

Doch „Armutsmigration“ impliziert noch so viel mehr als die bloße wirtschaftliche Verbesserungsabsicht. Das Wort assoziiert man mit ungebildeten, faulen, ja eben armen Menschen, die hierher in unser (!) Deutschland kommen, unsere Sozialkassen ausnehmen, ohne je etwas eingezahlt zu haben, und somit unser Sozialsystem zum kollabieren bringen. „Für diese faulen Armen soll ich all meine Steuer zahlen? Nie und nimmer!“, meint da so mancher besorgter Bürger.

Das ist es doch, womit man „Armutsmigration“ verbindet. Ein klassischer rechtspopulistischer Kampfbegriff also? Damit konfrontierte ich Ex-AFDlerin Petry, die mir auf diesen Vorwurf jedoch nur mit einem plumpen „Wie soll man es denn sonst nennen?“ den Ball zurückwarf. Wie man Migration nennen sollte? Migration eben. Aber bitte ohne Präfix, der Szenarien impliziert, die so gar nicht der Realität entsprechen. Beispielsweise sprach sie von einem Berliner Gymnasium mit einem Moslem-Anteil von über 80 % und dass „solche Probleme in Zukunft eben auf uns zukämen“. „Merkels Grenzöffnung 2015“ war ihrer Meinung nach ja auch komplett illegal.

An diesem Abend stimmte mich so Vieles einfach nur sprachlos. Aber so ist das wohl, wenn man sich einen Vertreter oder eine Vertreterin einer komplett entgegengesetzten politischen Richtung antut.

Also wie gesagt: auf meine Fragen hatte sie nicht wirklich eine zufriedenstellende Antwort, sondern reagierte (rhetorisch jedoch sehr geschickt) mit Gegenfragen. Auch meine Anschlussfrage, wie sie Migranten, die nun einmal hier in Deutschland sind integrieren wolle, konterte sie mit der Gegenfrage, wie ich es denn geschafft hatte als „Migrant“ damals. Innenpolitische, real umsetzbare Ideen? Wohl eher nicht bei diesem Thema. Stattdessen Angstmache und Schwarzmalerei.

Zusammengefasst war der Abend für mich eher enttäuschend. Nicht nachvollziehbar ist und bleibt für mich das Welt- und Menschenbild, das unterscheidet in ein „wir“ und „die anderen“.

Vielleicht ist es mein sozialpolitischer Blick als Pädagoge auf die Welt – nennt es von mir aus Gutmenschentum -, doch ich glaube, dass Menschen aus anderen Ländern, egal aus welchen Schichten sie kommen mögen, eine Bereicherung für unser Land sind.

Die Frage ist doch nicht ob, sondern wie wir Menschen mit Migratonsgeschichte in unsere Gesellschaft integrieren. Wie schaffen wir es, dass sie so schnell wie möglich die deutsche Sprache erlernen? Wie schaffen wir es, dass sie ihren Beruf, den sie in ihrer Heimat erlernt haben, auch hier ausüben können? Wie schaffen wir es, dass sich keine „Slums“ bilden, sondern Migranten, sowie Deutsche, die Möglichkeit haben, sich im Stadtteil ihrer Wahl die Miete leisten zu können (Stichwort Wohnungspolitik)? Wie schaffen wir es, Migranten Kultur und Teilhabe zu ermöglichen? Und ja: welchen Teil können wir beitragen, dass es in den Ländern vor Ort weniger scheiß Kriege und Korruption gibt, die wir mit unserer Außen- und Exportpolitik teilweise mitzuverantworten haben.

Das sind doch die dringenden politischen Aufgaben, die auf unsere Gesellschaft zukommen und nicht die Schwarzmalerei, die ich mir zwei Stunden lang in der Alten Handelsbörse antun musste. Zum Glück kann ich mir meine Filterblase, in der ich leben möchte, selbst aussuchen. Ab und an daraus auszubrechen und auch mal kontroverse politische Meinungen zu hören, kann dennoch sehr lehrreich sein. Für Sie getestet!

An dieser Stelle sei die Reportage „Frauke Petry – Aufstieg, Fall und Jetzt“ (die heute aktuell erschien) in der ARD Mediathek wärmstens empfohlen.

Bis bald. Tschöö.