Kategorie-Archiv: Gedankenmitschnitt

Kids, Drugs & Rock’n'Roll

Alter Schwede. Drüben beim Gesichtsbuch hat Herr B. unter dem Titel “Stadtfest Plauen Boykott” mal ganz geschmeidig ein sehr wichtiges Thema heruntergespielt. Den ganzen Text findet ihr hier, ich werde im Folgenden aber nur ein paar Ausschnitte zitieren.

Grundproblem ist dies: auf unseren Stadtfesten und in Discos wird das Klientel offensichtlich immer jünger. Da tanzen, betrinken und bekiffen sich keine Jugendlichen mehr, sondern fast schon Kinder. Das geht natürlich vielen Plauenern gegen den Strich und versuchen an diesem Problem etwas zu ändern. Herr B. verschließt davor jedoch sehr gekonnt die Augen:

“Man muss es halt mal so hinnehmen, das in der Öffentlichkeit wie beispielsweise auf Stadtfesten junge Leute gesehen werden, die “trinken”. Man kann nicht jeden einzelnen kontrollieren.”

Junge Leute? Wir reden hier von 14-Jährigen und jüngeren, die sich bis kurz vors Koma saufen und dazu nicht wesentlich wenig rauchen. Körper, die sich mitten in einem wichtigen Entwicklungsabschnitt befinden, werden mit Giften konfrontiert, die Schäden für das gesamte weitere Leben hervorrufen. Was erwachsene Menschen ihrem Körper antun ist ihre Sache, aber man kann doch nicht die heranwachsende Generation bewusst solchen Schädigungen aussetzen und auch noch sagen “man kann nicht jeden einzelnen kontrollieren”? Klar kann man vor einer Disco einen Türsteher aufstellen, der verdammt nochmal von jedem den Ausweis sehen möchte und nicht über jedes zweite gutaussehende Mädchen, das genau weiß, wie es sich älter schminken und dem Türsteher schmeicheln kann, sodass sie doch reinkommt, hinwegschaut.

“Was die Meisten hier vergessen, ist ganz einfach, das sie alle selbst mal jung waren, sich heimlich in Discotheken geschmuggelt haben bzw. auch ihreren ersten Vollrausch hatten.”

Oh, ganz clever. Nach dem Motto “mir hat es auch nicht geschadet”. Wenn man solche Aussagen trifft, ohne auch nur einmal über die Konsequenzen für die Kinder nachzudenken, dann hat es das wahrscheinlich doch.

“Jedem das Seine. Lebt euer Leben und feiert richtig. Als junger Mensch Fehler zu machen ist normal, aus diesen könnt ihr lernen.”

Vor einigen Jahren ist hinter einer Disko mitten im Plauener Stadtzentrum eine Männerleiche gefunden worden. Er wollte nur mal kurz pinkeln gehen, ist hingefallen, eingeschlafen und erfroren. Absolut betrunken. Ob der auch sagen kann, dass man aus Fehlern lernen kann? Oder der eine Plauener Diskobesitzer, dessen Schuppen geschlossen wurde, nachdem er nach einer Drogenüberdosis gestorben ist?

“Neben Schule, Ausbildung, Studium und Beruf ist es oft ganz ratsam, einfach mal abzuschalten und sein Leben zu genießen!”

Das geht natürlich nur, wenn man sich die Kante gibt. Alles klar. Versteht das nicht falsch: wer rauchen und trinken möchte, kann das gerne tun (auch ich trinke gerne mal Rotwein oder Sekt): aber man kann dieses Thema im Bezug auf Kinder (und Jugendliche) doch nicht so bagatellisieren. Hier will niemand ein Stadtfest boykottieren oder jemanden den Spaß verderben. Es geht um den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol und anderen Drogen und wenn Kinder diesen nicht vorgelebt oder klar definierte Grenzen gesetzt bekommen, wie sollen sie es dann in ihrem späteren Leben anders machen? Und nochmal: diese Gifte haben enorme Auswirkungen auf unseren Körper und beeinflussen selbst uns Erwachsene schon stark. Krebs kann eine Folgeerscheinung sein, Nervenzellen sterben ab (massive Gehirnschädigungen), Leberschäden (damit schwächt man sein Immunsystem), Entzündungen im Magen-Darm-Bereich (zB. Bauchspeicheldrüse oder Magenschleimhaut), oft auch Übergewicht und Alkohol führt nachweislich sogar zu einer Persönlichkeitsveränderung (gesteigerte Reizbarkeit, Aggressivität, usw) und nicht zuletzt lässt die Potenz und der Libido nach.

Was jeder Erwachsene tut, ist ihm überlassen. Aber wenn wir diese Folgeerkrankungen kennen, wieso sollten wir es dann nicht verhindern, dass unsere Kinder Alkohol und Drogen konsumieren? Auch ein Jugendlicher muss nicht die Erfahrung machen einen absoluten Vollrausch zu haben. Man kommt auch ganz gut ohne durchs Leben, Herr B.

“Allen ein schönes Wochenende und viel Spass in der Location oder dem Ort eurer Wahl!  Ach ja… übertreibt es nicht allzu heftig beim feiern! ;-)”

Dem schließe ich mich ausnahmsweise an.

Bis bald. Tschöö.

Abspann (Sommerferien 2012)

Bitte was? Sechs Wochen Ferien sollen schon wieder vorbei sein?

Das kann doch nun so auch nicht richtig sein, oder? Ich meine: was habe ich in den letzten Wochen denn gemacht? Habe ich die Zeit wirklich nur vergammelt? Wie kann es denn sein, dass dieser Zeitraum schon wieder vorbei ist, ohne, dass ich gemerkt habe, wie schnell alles vorbei geht. Ich richte mich schon mal auf die Rente ein.

Bis bald. Tschöö.

Ich entdecke ungeahnte neue Themen für diesen Blog. Heute: Schuhe!

Nicht nur Frauen können einen Schuhtick haben. Auch die meisten Männer achten mittlerweile auf ausgefallenes Schuhwerk. Mein Freund hat zum Beispiel eine Art von Schuhen in vierhundertneunundachzig verschiedenen Farben. Einige kann man sich sogar selbst zusammenbauen. Egal ob man Halbschuhe, Stiefel oder ein Zwischending haben möchte. Man setzt die Einzelteile einfach selbst zusammen und hat so mindestens drei verschiedene Varianten aus scheinbar einem Schuh gezaubert.

Hier gibt es auch Schuhe. Denn wie so ziemlich alles, lassen sich Schuhe heute natürlich auch online bestellen und werden bis zur Türschwelle geliefert. Im Sale kann man da schon mal (wie man Freund das ein oder andere Mal) richtige Schnäppchen schlagen. Auch bei sonst ziemlich teuren Markenschuhen.

Das sind übrigens meine neusten Eroberungen in Sachen Schuhe:

Da fällt mir ein: in zwei Wochen ist eine Hochzeit, für die ich unbedingt noch neue Schuhe brauche, die (wenigstens ein wenig) zum Anzug passen. Hm …. Wohl eher nicht so richtig mein Stil.

Übrigens sind pro Tag 10.000 Schritte für jeden Menschen Pflicht, um Übergewicht, Herz-Kreislaufprobleme und andere Erkrankungen, die durch zu wenig Bewegung entstehen, vorzubeugen. In diesem Sinne!

Bis bald. Tschöö.

Seltsame Heteros

Hetereosexuelle Männer kann man im Grunde genommen in drei Schubladen unterteilen:

a) der Homophobe
Die eher unangenehme Schublade, die man eigentlich mit einem zehnstelligen Sicherheitscode verschließen wöllte. Der Homophobe hasst schwule aus unterschiedlichsten Gründen. Entweder hat er Angst vorm Fremden, ist selbst latent schwul – kann sich aber nicht outen und muss deshalb mit Testosteron und schwulenfeindlichen Aussagen um sich werfen - oder er wurde durch Familie, Freunde und weiteres Umfeld homophob sozialisiert.

b) der Akzeptante (oder Akzeponkel)
Um das mal klar zu stellen: zwischen Toleranz (“Ja, sei du mal schön schwul, aber halte dich bloß von meinem Popo fern!”) und Akzeptanz (“Du bist schwul? Und warum hattest du gleich nochmal bedenken mir das zu sagen? Ist doch etwas ganz normales.”) liegen mindestens dreihundertvierundachzig Welten! Die Akzeptanzschublade ist toll. Noch nicht jeder Hetero kann von sich behaupten sich hier einsortieren zu können, aber unsere Gesellschaft ist auf einem guten Weg.

c) der “Ich bring’ dich komplett durcheinander”-Typ
Ja, es gibt so etwas wie einen Gaydar. Jeder Schwule versucht in einem Sekundenbruchteil (teils unterbewusst) abzuchecken, ob das Gegenüber ein potentieller Partner sein könnte oder doch lieber Muschis krault (also die Haustiere…die Katzen…ihr wisst schon). Doch auf der Party gestern begegneten mir wieder einmal zwei Jungs, die wohl noch nicht so recht wussten, wen oder was sie toll finden. Er (hat eine Freundin) und Er² (single) befummeln sich ständig und machen mehr als anzügliche Bemerkungen, was meinen Gaydar komplett aus dem Konzept gebracht hat. “KRABUMM!”, das Mainboard meiner schwulen Rechenzentrale ist hinüber. Wie kann man den ganzen Abend so schwul tun ohne es tatsächlich zu sein? Zu kompliziert für mein Weltbild, das bisher nur zwischen Hetero-Typ a) und b) unterschied. Soll das nun eine Anspielung von wegen “Hej ihr zwei, wir beiden würden uns auch gerne mal ausprobieren” sein oder machen die sich gerade über uns lustig? Ich schätze eher ersteres. Ungeoutete Bi-Männer, die mit ein klein wenig Alkohol alles mit sich machen lassen würden. Oh … Kopfkino aus. Kopfkino aus!!

Bis bald. Tschöö.

Bahnhofsidylle

“Vorsicht bei der Einfahrt am Gleis 1.” Eine gewisse Romantik hat das alles hier ja schon. Der Schaffner spuckt in seine Pfeife, die Türen schließen sich piepsend, der Zug fährt mit rauschendem Krabumm los.

Einfach einsteigen und überall auf der Welt hinfahren können. Dieses klitzekleine Gefühl der Freiheit – oder zumindest dessen theoretische Möglichkeit – und gleichzeitig dieses “Hier bin ich Daheim” hat mich schon immer fasziniert. Nirgendwo anders hat man Heim- und Fernweh zugleich.

Mindestens 30 mir fremde Menschen steigen aus dem Zug, der gerade eingefahren ist. Wo die wohl herkommen? Ob sie hier wohnen oder dieser Bahnhof nur eine Zwischenstation für sie ist? Wer sind diese Menschen, was machen sie beruflich? Der hier ist doch ganz bestimmt schwul.

Junge, junge.

“Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich Willkommen in Plauen / Hauptbahnhof.” Hachja…home sweet home.

Bis bald. Tschöö.

Öko? Logisch!

In dem Moment, indem sie ins Krankenhaus, indem alles aus Plasik besteht, fahren, um eine Chemotherapie gegen den Krebs, der durch Plastik hervorgerufen wurde, zu beginnen, werden Sie sich fragen, ob Plastik die Quälität ihres Lebens wirklich verbessert hat.

Gegen Plastik bin ich ja schon immer und wenn mich jemand nach einer Begründung fragt sage ich, dass ich auch so schon früh genug an Krebs sterben werde. Aber seit ich den Film “Plastic Planet” gestern gesehen habe, ist meine sarkastische Vermutung zu einer regelrechten Phobie geworden (auch wenn diese zugegebener Maßen höchstens zwei Tage anhalten wird).

Die Spermienaktivität der europäischen Männer hat im Laufe der letzten 50 Jahre um 40% nachgelassen, unser Hormonhaushalt wird komplett aus dem Gleichgewicht gebracht (bei Männern werden immer mehr weibliche Hormone festgestellt), das Immunsystem geschwächt, das Krebsrisiko hingegen wächst,… und das alles nur wegen Plastik? Wenn man den 700 unabhängigen Studien, die in Plastic Planet zu Rate gezogen werden, glauben darf, ja. Auch wenn die Plastikindustrie natürlich etwas vollkommen anderes behauptet.

Das schlimmste: niemand, außer die obersten Chefs der Plastikproduktionsfirmen, weiß, was in den verschiedenen Plastikstoffen für Chemikalien und Mixe verarbeitet werden. “Betriebsgeheimnis” nennt sich das ganze, weil ja niemand dem Konkurrenten die Formel für sein ultimatives Plastik verraten möchte. Das führt auch zu einem weiteren Problem: Plastik kann nicht (korrekt nur sehr schwer) recyclet werden, da in jeder Trinkflasche, Verpackung, Tüte usw. andere Stoffe verarbeitet worden. Wenn überhaupt wird nur “minderwertiges” Plastik gewonnen, was besonders giftig ist, und meist für Abwasserrohre verwendet wird (dessen Wasser irgendwann wieder bei uns landet … mhhh… eine leckere Vorstellung…schon bei diesem Gedanken wächst mir ein Tumor).

Nach spätestens 500 Jahren verrotten die meisten Plastikarten. Verrottung heißt dabei: sie werden porös und setzen in dieser Phase giftige und stark schädigende Moleküle frei, die in die Umwelt und in unseren Körper gelangen. Aber auch wenn wir einfach eine Plastikflasche aufmachen wird durch die Reibung über unsere Haut ein kleiner Teil von diesen Stoffen abgeben. Oder wenn wir in eine Plastikschüssel eine heiße Suppe geben. Das tückische: bei hormonellen Änderungen spielt nicht die Quantität der Giftstoffe eine Rolle. Schon eine geringe Menge kann unserem Körper großen Schaden zufügen.

Professioneller und ausführlicher erklären das natürlich die Fachkundigen in diesem Film. Eine wirklich aufschlussreiche Dokumentation, die eigentlich keine Panik verbreiten, sondern aufklären will. Deshalb 8 von 10 Alekspunkten. Unbedingt ansehen!

Bis bald. Tschöö.

Zu viel Zucker macht dumm (und langsam)

Derweil mache ich mir ab und an Gedanken über meine Ernährung. Während des Umzuges konnte ich weder kochen, noch andersweitig gesunde Nahrung zu mir nehmen. Ob das nun zwangsläufig immer etwas mit dem Umzug zu tun hatte, lasse ich euch selbst entscheiden. Worauf ich eigentlich hinaus will: Zucker macht dumm und langsam. Das wollen zumindest amerikanische Forscher herausgefunden haben.

Und wenn amerikanische Forscher forschen, dann kann das ja nur der Wahrheit entsprechen. Die Kollegen haben nämlich Ratten über sechs Wochen statt mit Wasser, mit Zuckerlösung “ernährt”. Süße Angelegenheit möchte man meinen. Heraus kam aber, dass die Ratten nach diesem Versuch wesentlich dümmer und träger waren. “Ihre Gehirnzellen hätten Probleme gehabt, Signale weiterzugeben”, so die Forscher (Quelle).

Rückblickend betrachtet habe ich während des Umzuges eigentlich ausschließlich von Zucker gelebt. Energydrinks zum wachbleiben, Bonbons, Schokoriegel, zuckerhaltige Getränke, mal nen Joghurt und auch sonst nichts wirklich sinnvolles. Nährwert sieht anders aus. Aber ein was Gutes hat diese Zucker-Diät: meine Glückshormone tanzen Lambada. Ich melde mich in sechs Wochen nochmal.

Bis bald. Tschöö.

EM 2012 (Polen & Ukraine)

Gerade läuft Schweden gegen England und es steht 2:3. Gar nicht mal so unspannend dieses Spiel. Und wie alle, hoffe natürlich auch ich, dass die deutsche Mannschaft morgen gegen die Niederlande weiterhin so viel Glück hat, wie bisher. Denn richtig gut eingespielt ist anders, da braucht man eben Fortuna auf seiner Seite.

Warum ich das schreibe? Um euch mal wieder mit meinem Gelaber zu langweilen, da ich schon viel zu lange hier nichts mehr gepostet habe. Außerdem denke ich mir in ein paar Jahren: “Hej, 2012 war die EM in der Ukraine und Polen. Yeah” … und so.

Leider geil.

Bis bald. Tschöö.

Hallo Searchy!

Hej, ich wohne keinen ganzen Monat in meiner neuen Wohnung und schon kommen mir die ersten Katzen zugelaufen (man bedenke: ich wohne im Dachgeschoss). Das ist doch ein Zeichen, dass ich mir auch eine Katze zulegen sollte …

Auf einmal spazierte da eine Katze vor meinem Fenster … ich dachte ich sehe Geister(katzen).

Sie durchsuchte die ganze Wohnung einmal und war dann auch schon wieder weg. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass der Nachbar ab und zu seine Katzen auf den Dächern Gassi gehen lässt. Da werde ich wohl demnächst desöfteren Besuch bekommen.

Bis bald. Tschöö.

Mate – Rauchen in flüssig

Ich als nebenberuflich staatlich nicht geprüfter Getränkefachmarktmitarbeiter muss schon aus Kompetenzgründen jedes Getränk mindestens einmal ausprobiert haben. Und bei Mate bleibt es bei diesem einen Mal.

Mate, ein Tee-Getränk aus der südamerikanischen Mate-Pflanze (sehr koffeinhaltig), schmeckt bitter und erdig. Ehrlich gesagt wie eine Zigarette – nur in flüssig. Sollten sich vielleicht mal alle Abhängigen als Entzugsgetränk aneignen. Ich muss sagen: danke, aber schmeckt mir rein gar nicht.

Bis bald. Tschöö.