Nahtoderfahrung ohne helles Licht

Wow. War das krass oder war das krass? Das Wetter gestern war für uns Autofahrer ja schon ein wenig tückig und für die Anfänger unter uns sogar ….zack und weg…ihr wisst schon. Sensenmann und so. Mir wäre das zumindest fast passiert. Okay, vielleicht ist das übertrieben ausgedrückt, aber adrenalinausstoßend war die Situation auf jedenfall.

Da fährt man seelenruhig die Autobahn entlang, als es auf einmal extrem mit schneien beginnt. Die äußeren Spuren sind direkt von Schnee überweht und kaum befahrbar. Der Wind weht meinen kleinen Fiesta fast von der Strecke. Immer mal wieder kommt eine kräftige Windböhe, gegen die ich steuern muss. Für einen unerfahrenen Autofahrer wie mich ein Horrorszenario.

Meine Ausfahrt. Endlich raus. Kurz vor dem Ziel dachte ich, dass ich es geschafft habe. Eine der letzten Kurven, die scheinbar ganz harmlos aussah. Wetterfrösche würden sagen: überfrierende Nässe. Eine 1cm-dicke Eisschicht überdeckt mit Schnee. Von mir nicht von den anderen Straßenabschnitten, die mittlerweile auch von Schnee überdeckt sind, zu unterscheiden. Der Aleks nimmt die Kurve selbstverständlich wie jede andere.

In diesem Moment kam mir der Sensenmann. Auf einmal merke ich, dass plötzlich gar nix mehr geht. Trotz Vollbremsung und Ausweichlenkungen steuert mein Auto auf einen Bürgersteig samt Schild zu. Ich habe meinen Siggi wirklich schon im Schild drin gesehen und nur gehofft, dass nach dem Aufprall mit dem Fußweg wenigstens meine Achse keinen Schaden genommen hat.

Auf einmal rutscht der Sensenmann auf dem glitschigen Eis aus und ich komme doch noch davon: eine Hand breit am Schild vorbei und wieder zurück auf die Straße. So sah meine Unfallkurve aus. DURCHATMEN!

So im Nachhinein kann ich froh sein, dass kein anderes Auto in der Nähe war, sonst wäre das ganze vielleicht nochmal anders ausgegangen. Und überhaupt. Das war der minimalste aller minimalen Abstände, die ich gerade so am Schild vorbeigeschliddert bin. Und dabei bin ich wirklich nicht schnell gefahren. 15 oder 20 km/h vielleicht, aber für diese vereiste Kurve eben dennoch zu schnell.

Bis bald. Tschöö.

Wall Street

Gestern haben wir einen DVD- und Pizzafressorgienabend veranstaltet und dabei den Film “Wall Street” angeschaut, der ja in höchsten Tönen gelobt wurde.

Es geht um den ein oder anderen Wall Street Börsenhändler, der sich entweder wegen eines Megaverlustes umbringt, der eine verarscht den anderen, die verarschen dann wiederum den ersteren und das ganze wieder von vorn. Wer mit den Fremdbegriffen der Aktienfonds, Renditeabschläge oder Wertverlusten nix anfangen kann, wird es – so wie wir – sehr schwer haben in den Film hinein zu kommen.

Bis man so ungefähr den Inhalt mitbekommen hat und weiß worum es geht (auch wenn man nicht weiß warum) ist die Hälfte des Filmes schon gelaufen. Aber wenn man es bis dahin geschafft hat, ohne abzuschalten, dann lernt man am Ende wenigstens, dass die Finanzmärkte die Welt regieren, Menschenleben zerstören, niemand das wirre Finanzsystem überblickt und sowieso alle unheimlich evil sind.

Da ich das aber schon vorher wusste gibts von mir nur 3 von 10 Alekspunkten. Ich hab mir den Film wirklich besser vorgestellt.

Bis bald. Tschöö.

Man merkt: es wird Winter

Hallo. Hier bin ich mal wieder. Das Wochenende über konnte ich leider nicht bloggen. Ohje, ohje! *grins* Aber heute geht es mit ein wenig Gedankengulasch weiter.

Herbst und Winter sind ja nicht gerade die Jahreszeiten, die mir belieben. Viel lieber würde ich zurzeit irgendwo am Strand rumgammeln und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, während ich an meinem Piña Colada schlürfe. Aber das Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof.

Stattdessen warte ich darauf, dass der Winter hier in Plauen so schnell als nur möglich vorüber geht und es hoffentlich nicht all zu kalt wird. Der letzte Winter war echt grausam! (Schon alleine, weil ich jetzt täglich zur Schule/ auf Arbeit fahren muss und keine Lust habe den Berg abwärts gegen eine Leitplanke zu rutschen.)

Also was tun? Zum einen ist ein günstiger Gasanbieter von nöten, damit man es immer schön warm hat. Oder man hat einfach jemanden zum kuscheln. Tihi. Was habt ihr für Strategien, um ohne Depression oder Grippe durch den Winter zu kommen? Das Internet hält ein paar nützliche Tips bereit, trotzdem würde es mir besser passen, wenn wir in wärmen Breitengraden zuhause wären. Und wenn meine kaputte Heizung endlich wieder funktionieren würde, dann wäre das noch besser.

Bis bald. Tschöö.

Irgendwo auf einer Wolke verschollen: meine Todo-Liste

Das ist natürlich der Nachteil an “Cloud Computing“. Man verlagert seine Daten und Software komplett auf fremde Server, auf die man keinen Einfluss hat. Alle Möglichkeiten der Fehlerbehebung liegen nun in fremder Hand. Und wenn der Anbieter nicht mehr will, sind alle Daten weg, sofern man kein Backup erstellt hat/konnte.

Da empfiehlt man gestern so ein tolles Tool, will dann selber seine  Einkaufsliste öffnen, und kommt nicht an sie ran. (Zumindest die Chrome-Erweiterung für Wunderlist scheint sich quer zu stellen.) Doof.

PS: Ich korrigiere meinen letzten Blogeintrag: Meister. So.

Bis bald. Tschöö.

“Wir sind Opfer der Supernanny”

Die Supernanny war mir ja schon immer suspekt. Vor laufender Kamera hilfesuchenden Familien so auf den Schlips zu treten, indem man sie öffentlich in dieser Art und Weise blamiert, ist schon nicht die feine englische Art. Wie die Dame von und zu Saalfrank und ihr herzloses Team jedoch an diese Bilder und Stories kommt, klingt noch skandalöser.

Fernsehkritik-TV hat zwei Familien getroffen, die beschreiben, wie sie von der RTL beauftragten Produktionsfirma gezwungen wurden, Sachen zu machen und zu sagen, die sie gar nicht wollten, wie sie eingeschüchtert wurden, nachdem sie eigentlich aussteigen wollten, wie vermutlicherweise sogar ein Hund vergiftet wurde, nur um an gute Bilder zu kommen, am Ende jedoch niemanden geholfen wurde, da Frau Saalfrank nur einen Bruchteil der Produktionstage anwesend war.

Sehr sehenswert:
- Folge 77 vom 26. September 2001
- Folge 78 vom 10. Oktober 2011

Diese beiden Ausgaben, haben mich die letzte Zeit in Gedanken verfolgt. Wenn das wirklich so passiert ist, wie von den Familien geschildert, dann ist das Verhalten aller Beteiligten – auch von Frau Saalfrank – wirklich skandalös. Unbeschreiblich. Ich möchte das Gesehene auch gar nicht weiter kommentieren, weil ich zurzeit noch so sprachlos bin. Schaut euch die zwei Podcastfolgen einfach selber an und macht euch euer eigenes Bild.

“Die Würde des Menschen ist unantastbar.” – GG Art. 1, Abs. 1

Bis bald. Tschöö.

Facebook wird zum Lifebook

Gar nicht mal so schön, was Facebook da vor hat. Bisher habe ich Google ja immer ausgiebig kritisiert. Zwecks Datensammelwut und so. Facebook stand sowieso schon immer unter generellem Verdacht evil zu sein, deshalb musste ich mich da nicht weiter einmischen. Doch was ich heute bei Spiegel Online lese: “Facebook will Lebensarchiv werden”, macht mir schon ein bisschen Angst.

Gehörte Songs, gelesene Bücher, Hochzeiten, Zeugnisse, Rezepte, eingenommene Speisen, einfach alles soll bei Facebook demnächst dokumentierbar sein. Und der Herr Zuckerberg meint das auch noch ernst. Das Leben der Menschen soll zentral auf Facebook gespeichert werden. Jedes auch noch so kleine Detail. Ist doch irre, oder?

Reichen die jetzigen Daten nicht schon aus, um personenspezifische Werbung zu schalten? Andererseits: selbst schuld, wer tatsächlich sein ganzes Leben für alle Welt zugänglich macht. Gibt ja jetzt schon genug Freaks, die jeden Klogang twittern. Und wer das neue Facebook eben nicht mag, hat keinerlei Zwang es zu nutzen.

Bis bald. Tschöö.

9/11

Heute vor genau 10 Jahren erschütterte ein Terroranschlag die ganze Welt. Und seit dem ist nichts mehr wie es war. Wir sind ständig umgeben vom Terrorwahn und die Politiker bemühen sich erfolgreich darum die Freiheit abzubauen, um Sicherheit zu schaffen. Stellt sich die Frage, was das Ziel der Attentäter war. Der Anschlag an sich oder eben dieser Zustand. Angst. Hektische Entscheidungen. Sie haben ihr Ziel auf jeden Fall erreicht.

2001 war ich 10 Jahre alt. Nach der Schule war ich bei meinen Großeltern. Nach dem Mittagessen und den Hausaufgaben entspannten wir auf dem Sofa und ließen uns unterhalten. Unsere Lieblingssendung wurde auf einmal jedoch durch eine Breaking-News-Nachricht unterbrochen und wir sahen zum ersten mal die schrecklichen Bilder. Das erste Flugzeug stürzte in den einen Turm. Nahezu live konnte man dann mitverfolgen, wie das zweite hineinflog und wie die Hochhäuser nacheinander einstürzten.

Ich weiß nicht ob ich das damals schon alles verstanden habe. Zumindest war ich sehr betroffen. Diese Bilder haben sich so in meinen Kopf eingebrannt, dass ich heute noch Gänsehaut bekomme, wenn ich an genau diese Situation und die Berichterstattung im Fernsehen zurück denke. Hat euch dieses Ereignis auch geprägt? Ich würde mich sehr über Kommentare und eure persönlichen Erfahrungen freuen.

Bis bald. Tschöö.

Aus der Reihe: Dinge, die ich hasse

Tanken. Aber als ob diese Geldverbennerei nicht schon schlimm genug wäre, mobbt mich meine Tankstelle seit neustem sogar.

Gerade eben so passiert: der Aleks freut sich über einen Dieselpreis von 1,36€. Er fährt also schnell nach Hause, holt Geld und stellt mit Entsetzen fest, dass ausgerechnet in diesen fünf Minuten Geldholen der Preis schon wieder um einen Cent gestiegen ist.

Gemein.

Bis bald. Tschöö.

Nachtrag zu meinem letzten Blogpost

Wir sollten, nein wir müssen, unser Geld jetzt auch so schnell wie möglich los werden. Denn wie wir alle wissen, funktioniert der Kapitalismus so ganz und gar nicht. Zurzeit schießt sich ein EU-Staat nach dem anderen in den Bankrott. Wieviele Schulden Deutschland hat, ist eigentlich auch kaum begreifbar. Soziale Marktwirtschaft fungiert als Paradebeispiel für ein Superoxymoron. Nunja, und was tun? Kurbelt alle mal kräftig die Wirtschaft an und werft euer Geld zum Fenster raus, bevor es bald zwecks Inflation nichts mehr wert ist. So wie es die Bänker, Manager und Politiker auch gerade tun. Ist doch ein prima Tipp von mir, oder?

Aber psss…über Geld spricht man nicht gerne.

Bis bald. Tschöö.

Vorfreude ist die schönste Freude … für’n Arsch!

Sorry, dass ich hier so vulgär werde, aber mal ehrlich: wer hat sich denn so einen dummen Spruch einfallen lassen? Von wegen Vorfreude ist schön. Das ist die absolute Hölle. Ich kann gar nicht nachvollziehen wie Tino ein ganzes halbes (öhm) … also ein halbes Jahr lang auf sein erstes Auto warten konnte. Ich überlebe ja schon kaum ein Wochenende.

Nicht nur dass mich der ständige Gedanke an mein erstes Auto um den Schlaf bringt, auch für die anstehenden Prüfungen bin ich ohne Auto noch ein wenig blockiert! :D Ich kann es kaum erwarten endlich in meiner eigenen Karre durch die Welt zu düsen und das Freiheitsgefühl galore zu erleben. Hallo? Gibt es was schöneres. Wohl kaum.

Doch irgendwie muss ich mich jetzt ablenken. Und wenn ich das nicht alleine schaffe, dann müssen mir andere dabei helfen. Hoffentlich überlebe ich dieses qualvolle Wochenende!

Bis bald. Tschöö.

Die gruselige Markforschung

Letztens habe ich bei meinem Lieblingsradiosender gehört, dass die Deutschen sehr markentreu sind. Hat man sich also einmal für ein Produkt einer bestimmten Marke entschieden, wechselt man dieses nur sehr selten. Nudeln, Joghurt und andere Alltagsprodukte werden deshalb fast immer vom selben Hersteller gekauft. Bei Alufolie und weiteren Produkten macht sich der gemeine Deutsche allerdings keine Gedanken von welcher Marke er diese kauft.

Gruselig ist aber eigentlich der Gedanke, woher das die Marktforscher wissen (wollen). Möglichkeit A: die Weltmacht Google hats ihnen verraten. Scheint aber im Gegensatz zu B eher unwahrscheinlich. Die Kreditkartendaten (was wurde gekauft, wann, wo, von wem) werden für Marktforschungszwecke weiterverkauft und ausgewertet. Was im Internet alltäglich ist (Amazon sendet mir ständig Mails mit ähnlichen Produkten zu, die ich bereits dort gekauft habe), scheint nun auch im “wahren Leben” immer drastischer zu werden. Der gläserne Bürger, über den man jedes kleinste Detail weiß, wird immer mehr zur Realität.

Hat übrigens schon mal jemand Obst über Amazon bestellt? Empfehlungen?

Bis bald. Tschöö.