Und nun sitze ich hier und prokrastiniere schon wieder. Ich schaue BrokenComedy auf Pro7, twittere und schreibe diesen Blogeintrag. Eigentlich müsste ich ja ein Arbeitsblatt für die Präsentation morgen gestalten. Aber ich schiebe es wie immer gekonnt vor mir her. Und dann sitze ich nachts um 1 wieder vor dem PC und mache das sinnloserweise auf den aller aller … wirklich ALLLER letzten Drücker. Typisch Aleks.
Frage mich gerade, ob ich mir das je abgewöhnen kann. Ich meine. Einerseits hat es ja seine Vorteile. Ich nutze die 24 Stunden des Tages wirklich gekonnt aus. Für dieses sinnlose “Schlafen” verschwende ich so wenig Zeit wie möglich. Dafür habe ich tagsüber mehr Zeit für andere lustige Dinge. Wie heute zum Beispiel: da habe ich mich mal wieder mit der Bafög-Tante herumgestritten und inflationär getwittert. Das sind die wahren Probleme, mit denen man sich rumschlagen muss. Schule wird eh überbewertet. Im übrigen: Merkt ihr, wie überdurchschnittlich lang dieser Beitrag wird.
Erstaunlich wie kreativ ich werde, wenn ich etwas vor mir herschiebe. Vielleicht schaffe ich es irgendwann einmal etwas solange vor mir herzuschieben, bis ich es vergesse. Oder noch besser: bis es gar nicht mehr existiert. Dann wäre da wenigstens endlich nicht mehr dieses schlechte Gewissen. Dieses ekelhafte. Der wohl einzige Nachteil von Prokrastination. Schreibe ich das überhaupt richtig? Ach egal. Ich mache mich jetzt mal an die Arbeit. BrokenComedy ist vorbei.
Bis bald. Tschöö.
Das Wichtigste zuerst: Ja, Prokrastination ist richtig geschrieben. :-)
Aufschieberitis ist ein ERlerntes Verhalten (nicht angeboren!) und kann damit auch wieder VERlernt werden. Ich habe einen Kunden, der seit 30 Jahren regelmässig Dinge aufschiebt. Hier ist es natürlich etwas schwieriger, die Aufschieberitis in den Griff zu bekommen, aber auch das geht.
Für leichte Fälle reicht vielleicht sogar ein gutes Buch oder ein Videokurs. In jedem Fall kann man die Prokrastination wieder in den Griff bekommen.
Prokrastination, wer kennt sie nicht? Ich kenne Dein beschriebenes Problem nur zu gut. Aber ich denke, dass es nur menschlich ist. Und wenn es nicht zu schlimm wird, dass man wirklich sein Leben nicht mehr auf die Reihe kriegt, ist es bestimmt auch einigermaßen akzeptabel. Aber es gibt bestimmt auch Mittel und Wege das wieder los zu werden. Viel Erfolg jedenfalls ;-)