Okay ich gebe zu, ich habe euch versprochen mehr zu bloggen. Bisher ist noch nichts draus geworden, aber das wird schon noch.
Ich habe eigentlich gedacht, dass meine Unlust am Bloggen nur an Twitter liegt, wo man sich bekanntlich ja viel schneller mitteilen kann, was dazu führt, dass man den Blog gerne mal vernachlässigt.
Es gibt aber auch noch einen zweiten Grund.
Damals als ich angefangen habe zu bloggen, hatte ich nur eine sehr kleine, anonyme Stammleserschaft. Es war eigentlich ganz super meine Gedanken und Gefühle mal frei von der Seele schreiben zu können.
Heute hingegen habe ich Angst zu viel privates von mir preis zugeben. Bei rund 160 verschiedenen Besuchern am Tag – unter anderem Bekannte, Freunde und Klassenkameraden, aber natürlich auch wildfremden Menschen – fällt es aber schwer, einfach frei von der Seele weg zu schreiben. Meistens landen Artikel dann einfach nur im Adminbereich und werden nicht veröffentlicht, weil ich glaube, dass sie doch niemanden fremden etwas angehen.
Ich twittere auch kaum noch private Dinge. Bilder, auf denen ich zu sehen bin, habe ich von FlickR gelöscht, dailyboothen tue ich auch kaum mehr.
Wie seht ihr das: sollte man auch im Internet eine gewisse Privatsphäre haben und weniger über Dinge schreiben, die das Privatleben angehen und stattdessen ein nicht-öffentliches Tagebuch schreiben oder seid ihr Internetexhibitionisten, die alles mögliche über sich im Netz stehen haben?
Bis bald. Tschöö.
Hi Aleks!
Also ich denke, man sollte im Internet wirklich nicht zuviel von sich preisgeben! Bedenke das es Personen lesen die eventuell mit dir in der Zukunft was zutun haben. Dann kommen sie an: “Hey, ich kenn dich doch ;) Deine Hobby´s sind…. dein leben lief so und so”
Bloggen kann man ja, nur was dir persönlich (oder überhaupt zu persönlich) ist sollte man weg lassen.
Für so etwas sollte man sich selbst eine Grenze setzen.
.. es geht mir oft genauso… auch wenn ich kein blog habe, aber doch sehr aktiv im internet bin .. und immer wenn ich irgendwo was hinterlass, habe ich das gefühl, mich einer unschar an menschen einem seelenstrip auszusetzen… und deshalb fällt mir das schreiben auch oft schwer, aber anders herum habe ich durch das internet menschen kennengelernt.. die zu echten freunden .. auch real geworden sind..
.. is schon besser, darauf zu achten, nicht alles von sich preis zu geben.. ne grenze zu setzen.. ganz wichtig find ich zudem, keine daten von sich zu veröffentlichen, adresse, telefonnummern und solche dinge..
.. bin gespannt. wo du dann die grenze setzt… und wie es hier dann weiter geht.
Eine Privatsphäre sollte in jedem Fall gewährt werden. Auch ich habe keine Lust mehr am Bloggen, was man mir meinem Blog auch ansieht. Ob es auch an zu viel Privatem liegt, weiß ich nicht genau, aber ich denke, dass auch dies einen Grund mitspielt.
Dieser Eintrag passt aber ganz zu deinem letzten! Oder sehe nur ich da einen dezenten Widerspruch, wenn du zwar nichts mehr preisgeben willst und Bilder löschst, im gleichen Atemzug aber die Leute dazu aufforderst, dich über die privatesten Details auszufragen?
@Oliver: ich merk schon. du magst mich nicht mehr :P Das formspring-Formular wird aber auch bald wieder gelöscht – mit meinem Blog möchte ich das aber nicht tun, weil mit dieser einfach zu viel wert ist.
@hannes komplett neu und komplett anonym nochmal neu irgendwo anfangen vielleicht?
Hi Aleks!
Als “anonymer Stammleser” schreib ich jetzt hier mal zum allerersten Mal einen Kommentar. :-) Also, ich lese dein Blog seit ca. einem Jahr, bin glaub ich irgendwie durch twitter draufgekommen, hab damals ein paar ältere Beiträge durchgelesen und fand das irgendwie interessant was du so schreibst. Seitdem schau ich ziemlich regelmäßig vorbei bzw. hab dein Blog im Feedreader. Da hab ich auch noch andere drin, ich unterscheide zwischen Themenblogs (z.B. mit technischem Kram, der mich interessiert) und privaten Blogs, die ich eigentlich lese, weil ich die Leute dahinter interessant finde und was, oder wie sie etwas schreiben. Dein Blog hat sich jetzt schon lange “gehalten” in meinem Reader, weil ich sagen muss, (und das meine ich ernst) dass dein Blog hier qualitativ wesentlich besser ist, wie viele andere Blogs von Leuten, die die Beiträge undurchdacht einfach so “hinrotzen”.
Es ist sicher eine schmale Gradwanderung zwischen dem was zu privat ist und was man dann doch noch schreiben kann und will, im Endeffekt musst du das selber entscheiden. Wenn du das Gefühl hast, dass andere Leute schon mehr über dich wissen, wie du selbst, ist das bestimmt kein gutes Gefühl. Allerdings nimmt die ständige Überlegung des “kann das mal jemand gegen mich verwenden?” aber auch eigentlich das, was so ein Blog ausmacht.
Durch das Internet verliert man (teilweise unbewusst) ein Stück Privatsphäre, man gewinnt jedoch sehr viele neue Kontakte, die man so im Leben nie getroffen hätte, und auch nicht durch ein Tagebuch, das man in die Schublade legt.
Also ich würde es jedenfalls sehr schade finden, wenn du jetzt garnichts mehr bloggen würdest… aber wie erwähnt, das ist dein Blog und du entscheidest.
viele Grüße,
Marc
@Aleks Och, eigentlich hab ich gar nichts gegen dich :P Aber Die Frage darf doch erlaubt sein?
Ich hab mir die gleichen Fragen, wie du, auch schon gestellt, deshalb ist mein privater Twitter-Account inzwischen auch geschützt und nur der Firmen-Account öffentlich, auch würde ich nie mein Blog einstampfen – ich liebe es und jeden der über tausend Einträge! Allerdings bleibt es bei Blog, Twitter, Dailybooth – das habe ich unter “Kontrolle” und auch keine Angst zuviel preiszugeben.
@Oliver okay, ich glaubs dir mal :P das lustige ist, dass man mit diesem Tool extrem viele tolle Blogthemen findet, auf die man sonst gar nicht gekommen wäre. weil einfach andere menschen von einem ganz andere dinge wissen möchte, auf dessen beantwortung man ohne anstoß gar nicht kommen würde. man muss ja auch nicht alles beantworten.
und eine außeinandersetzung mit einem selbst ist es zusätzlich noch. man denkt wieder mal über sich und sein leben nach (sonst fragt man sich ja eher selten, worauf man in seinem leben bisher besonders stolz ist und sonstiges)
also ist schon ganz lustig. auch wenn ich AUSNAHMSWEISE! xD viele private dinge preis gebe.
@aleks.. nein nicht komplett neu anfangen.. ich denke. ein paar derer die hier ab und an was hinterlassen, sind menschen, die dir wichtig geworden sind.. oder. und wenn du dann anonym wieder anfängst.. geht das gleiche spiel nur wieder von vorne los..
.. die gradwanderung zwischen dem .. was man preis geben kann. und dem .. was dann zu privat ist. um es in dem (manchmal verfluche ich es ja ;))) ) internet zu veröffentlichen.. is keine leichte.. aber ich denke. du kriegst das hin. ohne dass du dir zuviel gedanken machen musst. .. ich hoffs jedenfalls..
lg
also ich finde der Marc hat Recht, genauso wollte ich das auch formulieren, danke das Du mir die arbeit abgenommen hast :-))
Geht mkir genauso… vor allem, da man inzwischen ja auch weiß, dass der potentielle neue Arbeitgeber vielleicht auch mal vorbeischaut… Als man noch annonym schrieb, war so vieles so viel einfacher… *seufz*
Hey Aleks,
Ich als einer der vielen anonymen Stammleser, finde die Einträge die du schreibst sehr interessant, vor allem die tollen Nappods mit dir und Tino.
Man sollte wirklich nicht zu viele private Details bekannt geben, schon die Adresse im Impressum wäre mir zu viel.
Meist reicht auf einer „Hobbyhomepage“ der Vorname.
Du könntest natürlich auch so machen, das nur die, denen du vertraust (Tino usw.) Beiträge zu privaten Themen lesen können.
Hmm, das mit dem Löschen der Bilder verstehe ich nicht. Ich mag eigentlich am liebsten Blogs, in denen man auch etwas über den Blogger erfährt… wenn ich einen neuen Blog besuche, klicke ich meistens erstmal auf die About-Seite.
Was Dir fehlt ist ein durchdachtes Identitätsmanagement. Lösch nicht die Bilder, sondern nimm Deinen Nachnamen von der Seite. Schreib unter einem Pseudonym (ggf. in einem 2. Blog). Dann kannst Du bestimmten, welche von Deinen RL-Freunden und Bekannten die neue Seite kennen. So mache ich das bei mir und das klappt bisher eigentlich recht gut. Außerdem habe ich eine Reihe von Themen, die in meinem Blog tabu sind, z.B. Details zu meinem Job oder Kollegen. Da würde ich zwar auch gerne drüber schreiben, aber sobald es dritte betrifft, geht es halt einfach nicht.
Wo man die Grenze zieht, muss jeder für sich entscheiden… und das rechtzeitg, denn das Internet vergisst nicht und es ist so ziemlich unmöglich Dinge aus dem Netz zu entfernen, die einmal in Umlauf geraten sind. Es gibt also eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Man geht das Risiko ein oder man bloggt gar nicht. Dazwischen gibt es denke ich nicht viel, denn Blogs, die nur aus Andeutungen bestehen, sind auch nicht wirklich sinnvoll.