
Beeren Chrumble mit Agavendicksaft gesüßten Sojajoghurt, Früchten und (natürlich veganem) zerbröselten Dinkelkeks – in Lagen geschichtet und mit Genuss gegessen! :D
So, 30 Tage sind nun rum und es ist Zeit für ein kleines Fazit meiner bisherigen veganen Zeit. Ja, ihr lest richtig: bisherigen. Denn ich werde die Challenge ein wenig verlängern. Nicht nur, weil ich die Kein-Zucker-Regel komplett ignoriert habe, sondern weil es mir einfach gut geht, mir die Rezepte schmecken und ich noch gar nicht alle Gerichte aus dem Buch durch habe.

Blumenkohl mit Amarant-Paprika-Crunch
Nein wirklich, ich fühle mich toll. Meine Facebook-Freunde wissen, dass ich gestern tatsächlich 2 Stunden lang eine Jogging-Distanz von knapp 24 km überbrückt habe. Vegan for Fit hält also, was der Buchtitel verspricht. Eindeutig. Ich bin also guter Dinge, dass ich den Halbmarathon in ca. einem Monat in Stuttgart mit einer guten Zeit absolvieren werde.

Kürbis-Paprika-Gemüse und Tofu im Erdnuss-Kokos-Mantel
Gewichtsmäßig hat sich seit meinem letzten Bericht nicht viel getan. Ich bin derzeit immer noch bei ca. 62 kg. Was okay ist. Zumindest wenn man bedenkt, dass ich gleichzeitig ja auch an meinen Muskeln gearbeitet habe. Aber 60 Kilo wäre schon toll.

Veganer Rhabarberkuchen
Vegan nur ein Trend? Für mich, ja. Ich habe es ausprobiert und finde es wahnsinnig kompliziert. Im Supermarkt muss man an 3/4 der Ware vorbei laufen. Selbst in Süßigkeiten sind fast nur tierische Produkte. Das ist wahnsinnig anstrengend. Für mich ist die Lösung in Zukunft also eine unkonsequente vegetarische. Aus Überzeugung. Das heißt: kaum Fleisch und Fisch. Nur ab und zu (wenn mir mal danach ist) und in wirklich geringen Mengen. Wenn man sich nur ein wenig mit der Massentierhaltung in Deutschland beschäftigt, vergeht einem der Appetit darauf. Ganz verzichten möchte ich jedoch nicht (und ich sehe es durchaus als “Verzicht”). Jedoch kaufe ich ab sofort auch vegane Alternativen für Wurst und Käse. Auch wenn die etwas teurer sind, aber so viel esse ich davon eh nicht.
Kuhmilch? Muss auch nicht mehr sein. Ich habe mich während der Challenge in Dinkelmilch, Halfermilch, Mandelmilch, Reismilch und Sojamilch verliebt. Schon mal einen vereiterten Kuheuter gesehen? Da greift man beim nächsten Supermarktbesuch automatisch lieber zu den sowieso viel leckereren Alternativen. Tofu bleibt auch auf meinem Speiseplan. Das ist eine leckere Eiweißbombe (zumindest gut angebraten und gewürzt), die sehr vielfältig einsetzbar ist. Außerdem reduziere ich meinen Zuckerkonsum weiter und süße stattdessen mit dem Weltwunder “Agavendicksaft”.
Sojajoghurt ist ganz schön teuer, aber wird jedenfalls von mir ab sofort präferiert. Quark gibt es vegan so gut wie nicht zu kaufen, deshalb werde ich da wohl auf die Milchvariante zurückgreifen. Meine Mutter kauft die Milch immer bei einem Biohof aus einem Nachbardorf. Das ist doch ein guter Mittelweg, meint ihr nicht auch?

Gefüllte Auberginenröllchen mit Paprika-Zitronenavocado-Füllung und Tomatensoße
Und selbstverständlich treibe ich weiterhin (fast täglich) Sport. An meinem Bauch muss ich definitiv noch arbeiten. Ich will schneller und weiter joggen. Und hier und da noch ein wenig Krafttraining (1x die Woche).
Wenn es geht, ernähre ich mich also weiterhin vegetarisch, werde aber nicht zu so einem super-strengen “nein, das darf ich nicht essen”-Typ. Das wirkt nicht nur unsympathisch und eitel, sondern ist auch sehr anstrengend für das soziale Umfeld (“da weiß man ja gar nicht mehr, was man dir anbieten kann”). In Maßen ist alles erlaubt, aber ich schaue definitiv bewusster auf meinen Konsum (was tierische Produkte betrifft). Das ein oder andere vegane/vegetarische Kochbuch wandert deshalb sicherlich auch noch in meinen Besitz, sodass ich mich in Zukunft fast ausschließlich vegetarisch ernähren werde. Für mich (und mein moralisches und ernährungstechnisches Gewissen) der beste Weg.
… also bald! Noch sind ein paar Tage vegane Challenge angesagt!
Bis bald. Tschöö.